SuedOstLink-Stromautobahn an der Walhalla

Rund 90 Teilnehmer informieren sich über Trassenverlauf

Die gelb-roten Trassenkreuze weisen auf den SuedOstLink hin; Bild Ch. Bauer
Eine lange Schlange wanderte entlang der möglichen Stromtrasse zum Hellberg hinauf; Bild: W. Bucher
Dritte Bürgermeisterin Brigitte West stellte die historische Bewässerungsanlage der Walhalla vor; Bild: Ch. Setz
Das Interesse der Bürger aus dem Landkreis ist groß; Bild: Ch. Setz
Hartmut Schmid und Christoph Bauer zeigten die Bedeutung des europäischen Naturschutzgebietes an der Walhalla auf; Bild Ch. Setz
Zum Abschluss lud die BI Walhalla Landschaft zu einer Brotzeit ein; Bild: Ch. Bauer

 

(12.10.2018) - Die „BI Walhalla Landschaft gegen die Monstertrasse (SuedOstLink)“ lud Anfang Oktober zu einer Informations-Wanderung entlang der möglichen Stromtrasse nahe der Walhalla ein. Die geplante Stromautobahn bewegt die Menschen in der Region. Entsprechend groß war das Interesse an der Wanderung: rund 90 Teilnehmer konnten die Sprecher der Bürgerinitiative begrüßen. Aus dem ganzen Landkreis sind die Menschen nach Donaustauf gekommen, um sich über die konkreten Folgen der Planungen zu informieren.

 

Gebietsbetreuer Hartmut Schmid und Christoph Bauer, Leiter der LBV-Bezirksgeschäftsstelle Oberpfalz, erläuterten die sensiblen ökologischen Zusammenhänge der Landschaft zwischen dem Hellberg und der Donau. Das große Waldgebiet nördlich der Donau ist als Bannwald überregional bedeutsam und darüber hinaus ein europäisches Naturschutzgebiet. In den felsig-trockenen Eichenwäldern entlang der Donauleiten leben gefährdete Arten wie Hirschkäfer, Großes Mausohr und Gelbbauchunken.

Bei der Wanderung von Sulzbach hinauf zum Hellberg stellte die Bürgerinitiative den aktuellen Stand der Planungen zum SuedOstLink vor. Dem Ensemble der historischen Walhallalandschaft droht eine massive Veränderung: für den Bau der Leitung würde eine 40 Meter breite Schneise in den Wald geschlagen. Im unmittelbaren Bereich der Kabeltrasse müssten rund 25 Meter dauerhaft von Bäumen freigehalten werden. Die Anwohner am südlichen Waldrand müssen außerdem damit rechnen, dass die Stromkabel durch ihren Vorgarten geführt werden. Der Markt Donaustauf lehnt die Planungen vehement ab.

Auch die historische Wasserversorgung der Walhalla wäre damit Geschichte. Donaustaufs 3. Bürgermeisterin Brigitte West stellte das fast vergessene Kleinod zwischen Hellberg und Dachsberg vor. Von dort aus wurde bis in die 1960er Jahre hinein Wasser zur Walhalla transportiert. Der Höhenunterschied zum Bräuberg machte das möglich. Die Brunnenstuben sind noch heute erhalten.

 

Großer Informationsbedarf bei Teilnehmern

Es wurde deutlich, dass die Menschen zahlreiche Fragen zum Planungsverfahren und zur Öffentlichkeitsbeteiligung hatten. So mancher konnte kaum fassen, wie viel Landschaft alleine während der Bauphase in Anspruch genommen werden soll.

BI-Sprecher Christian Setz von betonte, dass der „BI Walhalla Landschaft“ die Vernetzung mit anderen Bürgerinitiativen in Ostbayern sehr wichtig ist. Einig sei man sich mit den Stromtrassen-Gegnern in Brennberg, Wiesent und anderen Orten darin, dass man den SuedOstLink als Ganzes ablehne, egal wo er am Schluss realisiert werde. „Wir kämpfen gemeinsam für den Erhalt der Heimat und gegen falsche Weichenstellungen in der Energiepolitik“, so Nebenerwerbslandwirt Setz.

 

Im Anschluss waren die Teilnehmer zu einer herbstlichen Brotzeit am Sulzbacher Jugendkreuz eingeladen.


Demo: "Mia ham´s satt" in München

Gemeinsame Zugfahrt ab Regensburg

Eine Woche vor der Landtagswahl wollen wir für unsere Naturschutzanliegen auf die Straße gehen!

 

Wir fahren am Samstag, dem 6. Oktober, zur landesweiten Großdemo "Mir ham´s satt" in München. Der LBV ist dort einer der Mitveranstalter.

Doch während der Wahlkampf nur allzu oft von populistischen Tönen beherrscht wird, hat die Staatsregierung auch eine wesentliche Verantwortung für den Schutz der bayerischen Natur und Landschaft. Dafür wollen wir eine Woche vor der Wahl ein Zeichen setzen.

Ziele der Demo sind:

  1. Nachhaltige Landwirtschaft statt Agrarfabriken
  2. Schutz der Heimat statt Flächenfraß
  3. Keine dritte Startbahn am Flughafen München

Es ist eine gemeinsame Zugfahrt ab Regensburg Hbf geplant. Dazu wollen wir Gruppentickets für die Teilnehmer kaufen.

Abfahrt Regensburg: 8.44 Uhr / Gleis 9 

Ankunft Regensburg: 16.06 Uhr 

Anmeldung erforderlich bei Christoph Bauer (oberpfalz@lbv.de) bis 05.10. 

 

Infos zur Demo: https://www.miahamssatt.de


Natur Natur sein lassen - im Sperrgebiet

Exkursion zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr

(02.07.2018) - Der U.S.-Truppenübungsplatz in Grafenwöhr war Ziel einer Exkursion des LBV am Freitag, 29. Juni 2018. Nur mit einer Sondergenehmigung war es möglich in das Sperrgebiet zu kommen. Die beiden Exkursionsleiter Frau Kastl-Meier und Herr Lab von der Umweltabteilung der Standortverwaltung führten die LBV-Gruppe durch den Tag. Die Teilnehmer wurden nicht enttäuscht: abseits der Schießbahnen und militärischen Anlagen gab es Natur pur zu entdecken.

 

Erster Besichtigungspunkt war ein Weiher am Thumbach. Dort wurde eine Fischaufstiegshilfe errichtet und das Gewässer renaturiert. Bei einem kurzen Spaziergang entlang der Bachaue entdeckten die Naturfeunde zoologische Besonderheiten wie den Kaisermantel oder einen Eisvogel - auch eine Schmetterlingsart heißt wie der schillernde Vogel.

Später ging es in die trockenen Bereiche des Übungsplatzes, wo großflächige Heideflächen vorhanden sind. Diese müssen von Hand immer wieder von anfliegendem Bewuchs durch Birken oder Kiefern befreit werden.

Der Schwarzenberg mit rund 550 Meter Höhe die höchste Erhebung im Truppenübungsplatz war der nächste Haltepunkt. Dort erfuhren die LBV-Freunde viel über die Geologie und die frühere Nutzung von Erzen in dem Gebiet. Durch den Übungsplatz läuft auch die Europäische Wasserscheide. Der westliche Teil ist vom Kalkgestein (Jura) beeinflusst, während im Osten saure Silikate hervortreten.

Hier kamen auch die Ornithologen auf ihre Kosten: Seeadler und Baumfalke glitten über die so genannte Impact-Area Alpha, der "Todeszone", in der scharf geschossen wird.

 

Der Besuch auf einem aufgelassen Friedhof bei Hopfenohe sorgte auch für nachdenkliche Momente auf der Exkursion. Im Zuge der Erweiterung des 1909 errichteten Übungsplatzes wurden 1938 nochmals zahlreiche Ortschaften abgesiedelt. Einmal im Jahr können die früheren Bewohner auf das Gelände kommen und die Gräber der Angehörigen besuchen.

Der letzte Halt führte zur Wüstung Beilenstein. Noch heute sind dort uralte Obstbäume vorhanden. Diese zum Teil sehr seltenen Sorten werden für den Erhalt regionaltypischer Sorten verwendet.

Der markante Felsen, der der Siedlung den Namen gab, ist umgeben von hochwertigsten Trockenrasen in denen es vor Insekten nur so wimmelte.

 

Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr ist 230 Quadratkilometer groß. Von Osten nach Westen erstreckt er sich über 20 Kilometer Länge und von Norden nach Süden über 12 Kilometer Breite. Er gehört der Bundesrepublik Deutschand und wird von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) betreut. Neben den U.S.-Truppen nutzen auch die Bundeswehr sowie andere NATO-Partner und andere Länder das Gelände. Der Standort ist der größte Übungsplatz der U.S.-Army außerhalb der Vereinigten Staaten.

 

 

Bilder von der Exkursion

Fischaufstiegshilfe am Thumbach; Bild: Ch. Bauer
Erster Exkursionspunkt: Weiher am Thumbach; Bild: Ch. Bauer
Ein Eisvogel muss nicht nur blau schillernd sein; Ch. Bauer
Rund 50 Personen nahmen an der Exkursion teil; Bild: Ch. Bauer
Exkursionsleiterin Cäcilia Kastl-Meier und Philipp Lab von der U.S.-Umweltabteilung; Bild Ch. Bauer
Heidelandschaft im Übungsplatz; Bild: Ch. Bauer
Die Flächen müssen regelmäßig offen gehalten werden; Bild: Ch. Bauer
Blick vom Schwarzenberg nach Norden in die "Impact Area Alpha"; Bild Ch. Bauer
Aufgelassener Friedhof der früheren Ortschaft Haag; Bild: Ch. Bauer
Einer der zahlreichen noch vorhandenen Keller. Sie sind Winterquartier für Fledermäuse; Bild: Ch. Bauer
Felsformation Beilenstein; Bild: Ch. Bauer
Die Spuren der früheren Siedlung Beilenstein erkennt man an den uralten Apfelbäumen; Bild: Ch. Bauer
Bilder (13): Christoph Bauer
Bilder (13): Christoph Bauer
 
 

Naturschönheiten entlang der Donau

Schiffsexkursion am Freitag, 15. Juni 2018

(18.06.2018) - Die Landschaft um Regensburg ist ein uralter Kulturraum. Schon die Römer haben sich am nördlichsten Punkt der Donau wohlgefühlt und ihre Spuren hinterlassen. Doch auch Flora und Fauna beherbergen hier wahre Schätze in einem Gebiet, in dem sich verschiedenste Naturräume treffen. Die großen unzerschnittenen Wälder an den Ausläufern des Bayerischen Waldes sind Heimat seltener Tiere und Pflanzen. Die Donau ist nicht nur für den Menschen eine Lebensader.

Mehr als genug Gründe, einmal die Naturschönheiten der Donau aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten. Gemeinsam mit Schifffahrt Klinger aus Regensburg hat der LBV zu dem naturkundlichen Nachmittag eingeladen.

Die Exkursion wurde von Dr. Christian Stierstorfer (LBV Niederbayern) und Christoph Bauer sowie Dr. Magdalena Schneider (LBV Oberpfalz) begleitet. Schon nach wenigen hundert Metern konnten die Teilnehmer einen blau schimmernden Eisvogel am Ufer entlang flitzen sehen. Auf Höhe der Almer Grube bei Tegernheim waren Mittelmeer- und Lachmöwen zu sehen. Von der Walhalla ließ sich schließlich auch noch ein Nachtreiher blicken.

Beim Aufstieg zur Walhalla haben die Naturbegeisterten viel Informatives über die Baugeschichte und die Landschaft rund um das 1842 eröffnete Nationalmonument erfahren.

  

Die Fahrt auf der Donau startete nahe der Steinernen Brücke; Bild: Christoph Bauer
Blick von der Burgruine Donaustauf über die Walhallalandschaft und den Ausläufern des Bayerischen Waldes; Foto: Ch. Stierstorfer
Die Walhallau auf dem Bräuberg zwischen Donaustauf und Sulzbach; Bild: Christoph Bauer
Unmittelbar östlich des Walhalla-Ensembles könnte die TenneT-Stromautobahn SuedOStLink verlaufen. Die Trasse würde mitten durch die Donauleiten mit dem FFH-Gebiet und dem Bannwald führen; Bild: Christoph Bauer
Die Exkursion führte bis nach Demling; Bild: Christoph Bauer
Die Walhallalandschaft mit dem Scheuchenberg. Er erhebt sich 250 Meter über der Donau und ist mit seinem extrem trockenen Eichen-Hainsimsenwald eine botanische Rarität! Bild: Christoph Bauer

Stromtrasse: Rettet die Walhalla-Landschaft

Bürger demonstrieren bei Besuch von Heimatminister Füracker

Sichtbares Zeichen gegen die Stromtrasse bei der Walhalla; Foto Ch. Bauer
Bilder (2): Christoph Bauer / LBV
Bilder (2): Christoph Bauer / LBV

(07.05.2018)- Am vergangenen Freitag, 04. Mai, haben Naturschutzverbände sowie Bürgerinnen und Bürger aus Donaustauf und Sulzbach gegen die geplante Stromautobahn an der Walhalla demonstriert. Verstärkung erhielten sie von Brennberger Bürgern um Vizebürgermeister Franz Löffl. Anlass war der Festakt auf der Walhalla zum 100jährigen Bestehen der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung.

 

Mit dem Protest sollte ein sichtbares Zeichen an die anwesende Politprominenz gesendet werden, allen voran Heimatminister Albert Füracker, der selbst ein Oberpfälzer ist. Am Rande der Feier übergab die dritte Bürgermeisterin des Markts Donaustauf, Brigitte West, eine Petition an Füracker. “Gerade die Landschaft um die Walhalla bei Donaustauf ist ein kulturhistorisch einmaliges Ensemble, das zudem naturschutzfachlich höchst bedeutsam ist”, so Christoph Bauer, Leiter der Bezirksgeschäftsstelle Oberpfalz des Landesbundes für Vogelschutz.

Nach dem Festakt stieß auch Landrätin Tanja Schweiger zu den Demonstranten und sicherte Ih-nen ihre Solidarität im Kampf gegen die Stromtrassen durch den Landkreis zu.

 

Die Anwesenden stellen die Notwendigkeit der SuedOstLink-Stromautobahn grundsätzlich in Frage. Sie bevorzugen eine dezentrale Energieversorgung.


TenneT Stromautobahn SuedOstLink

Protestaktion an der Walhalla bei Donaustauf

(26.04.2018) - Die Gleichstromtrasse SuedOstLink soll in einigen Jahren Energie von Sachsen-Anhalt bis nach Landshut liefern. Dabei wird auch die Oberpfalz vom Steinwald bis in den Gäuboden hinein durchschnitten.

 

Besonders groß ist der Widerstand gegen das gigantische Projekt im Landkreis Regensburg, wo derzeit vier Trassenvarianten mit einem Kilometer Breiter untersucht werden. Ende 2018 soll eine Trasse ausgewählt und in das offizielle Planfeststellungsverfahren gehen. Derzeit laufen Probebohrungen um die Bodenverhältnisse für eine Querung der Donau zu untersuchen.

 

Protest gibt es auch in der Walhallagemeinde Donaustauf. Hier würde durch die Stromautobahn auf mehrere Kilometer Bannwald sowie ein europäisches Naturschutzgebiet durchschneiden. Die trockenen Eichenwälder an der Donauleiten sind Lebensraum bedrohter Tier- und Pflanzenarten wie etwa das Große Mausohr, Hirschkäfer und Frauenschuh.

Am Mittwoch, 25. April 2018 haben sich über 50 Bürger aus Donaustauf und dem besonders betroffenen Ortsteil Sulzbach zu einer Presseaktion getroffen. Die Stromtrasse würde hier unmittelbar an Wohnhäusern vorbeiführen. Das historische Ensemble der Walhallalandschaft würde mit einer 30 Meter breiten waldfreien Schneise empfindlich beeinträchigt.

 

Unter anderem haben der Bayerische Rundfunk und Antenne Bayern über die Proteste in Donaustauf berichtet.

Bilder (2): LBV Oberpfalz
Bilder (2): LBV Oberpfalz
Auch die Landwirte aus Donaustauf und Sulzbach lehnen das Großprojekt ab; Foto LBV Oberpfalz
Bild: Christoph Bauer
Bild: Christoph Bauer

Zerschneidet die Stromautobahn Donaustauf?

Infoveranstaltung am 10. April 2018 um 19 Uhr

Derzeit laufen die Vorplanungen für die Gleichstromtrasse SuedOstLink durch die Oberpfalz. Massiv betroffen ist der Landkreis Regensburg.

Eine Trassenvariante würde von Bernhardswald durch die Donauleite östlich der Walhalla bei Donaustauf unmittelbar am Ortsteil Sulzbach vorbei Richtung Süden führen. 

Davon betroffen sind europäische Naturschutzgebiete und bisher unzerschnittende Wälder. Die Folge wäre eine 30 Meter breite Schneise, die dauerhaft waldfrei bleiben muss.

 

Ein Vortrags- und Diskussionsabend am Dienstag, 10. April 2018, soll die Auswirkungen für Donaustauf und Umgebung beleuchten. Es spricht Dr. Herberth Barthel, Energiereferent des Bund Naturschutz in Bayern. Beginn ist um 19 Uhr im Gasthaus "Burgfrieden" in Donaustauf (Maxstraße 45).

 

Veranstalter sind der LBV, die BN-Ortsgruppe und das Bürgerforum Donaustauf.

Die Stromtrasse SuedOstLink würde von Bernhardswald über den Dachsberg führen...; Bild: Christoph Bauer
... und dann unmittelbar an Sulzbach vorbei unter Donau hindurch nach Sarching; Bild: Christoph Bauer
Bilder (3): Ch. Bauer
Bilder (3): Ch. Bauer

10 Jahre Neubau des LBV-"Vogelkrankenhaus"

Und die Umweltstation feiert mit beim Tag der offenen Tür

(19.09.2016) - Am  Wochenende hat die LBV-Vogelauffangstation einen runden "Geburtstag" begangen: vor zehn Jahren wurde der Neubau am Masurenweg eröffnet. Im Rahmen eines Tags der offenen Tür wurde dieses Jubiläum nun gemeinsam mit unserer Umweltstation besonders gefeiert.

 

Auch die Mittelbayerische Zeitung berichtete im Vorfeld über das Jubiläum in der Vogelstation. Hier noch ein weiterer Bericht vom 21.09.2016 über den Tag der offenen Türe.

Bilder vom großen Festtag

Begrüßung der Gäste durch den Leiter des LBV-Zentrums, Christoph Bauer; Foto S. Peuser
LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer spricht zu den Ehrengästen; Foto S. Peuser
Schon am Vormittag herrschte reger Betrieb; Foto Ch. Bauer
Kunstaktion: die Gäste malen ein großes Vogelbild, Foto S. Peuser
Unter den Gästen: MdL Margit Wild (zweite links stehend), Bürgermeister Siegfried Böhringer (daneben sitzend) und Stv. Landrat Willy Hogger (rechts sitzend); Foto S. Peuser
Spannender Moment: Gleich darf der Turmfalken losfliegen; Foto Ch. Bauer
Falkner Ferdinand Baer informiert über seinen Patienten...: Foto S. Peuser
..., der von Stv. Landrat Willy Hogger freigelassen wird; Foto S. Peuser
Die Besucher testen ihr Wissen; Foto S. Peuser
Das Spannweitenspiel bot so manchen "ha-Effekt"; Foto S. Peuser
Beim Spannweitenspiel gilt es, die richtigen Vögel einer bestimmten Spannweite zuzuorden, Foto S. Peuser
Die Besucher genossen die besondere Stimmung in Regenstauf; Foto LBV Oberpfalz
Im Laufe des nachmittags füllte sich das Vogelgemälde zusehends und findet nun seinen Platz in den Volierengängen; Foto S. Peuser
Sehr beliebt war wie immer auch die Tombola; Foto S. Peuser
Zum Schluss wurden die Gewinner des Vogelstationsquiz ausgelost; Foto S. Peuser

Regierungspräsident Bartelt besucht den LBV

(19.05.2016) - Regierungspräsident Axel Bartelt besuchte heute die Vogel- und Umweltstation des LBV in Regenstauf, wo er vom Stv. Landesvorsitzenden Prof. Dr. Hans Leppelsack begrüßt wurde. 

 

 Das LBV-Zentrum beherbergt neben der Vogelauffangstation die staatlich anerkannte Umweltstation sowie die Bezirksgeschäftsstelle für die Oberpfalz. Christoph Bauer, Leiter der Gesamteinrichtung, stellte in seiner Begrüßung die Arbeit des Naturschutzverbandes in der Oberpfalz und die Umweltbildungsschwerpunkte des LBV vor. Dabei wurde deutlich, wie viele Berührungspunkte es mit der Bezirksregierung gibt.

 

Der Regierungspräsident dankte den Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern des LBV für Ihre ausgezeichnete Arbeit für den Natur- und Umweltschutz, den engagierten Bundesfreiwilligen, deren Arbeit unverzichtbar ist, und dem stellvertretenden Bürgermeister Hans Dechant für die Unterstützung der Einrichtung durch den Markt Regenstauf.

Im Anschluss durfte der Regierungspräsident, der von Bereichsleiterin Dr. Angelika Regner-Hutter begleitet wurde,  den "Lebensraum Luft" erkunden. Unter dem Lichtmikroskop konnten die Gäste den Aufbau von Vogelfedern erforschen. Umweltpädagogin Sigrid Peuser zeigte, wie sich Vögel optimal auf die Lebensbedingungen zwischen Himmel und Erde eingestellt haben. 

 

Ferdinand Baer, Träger des Bayerischen Tierschutzpreises 2015, führte die Besucher durch das Vogelkrankenhaus, in dem letztes Jahr rund 800 Tiere versorgt wurden. Dabei stellte er auch die skandalösen Fälle von misshandelten oder vergifteten Greifvögeln vor, mit denen die Station immer wieder konfrontiert ist. Regierungspräsident Bartelt sagte seine Unterstützung im Kampf gegen die Umweltkriminalität zu.

 

Zum Abschluss des Besuches durfte ein Mädchen einen wieder genesenen Bussard in die Freiheit entlassen. „An den interessierten Gesichtern der Kinder und auch der Besuchergruppe habe ich gesehen, dass dieses praxisbezogene Lernen hier in der Umwelt- und Vogelstation uns und unsere Kinder mehr dazu erzieht, nachhaltig mit den Tieren und Pflanzen umzugehen, als dies theoretisches Wissen je vermitteln kann.

Diese Einrichtung in Regenstauf ist eine wahre Bereicherung für die Oberpfalz und für ganz Bayern“, betonte Regierungspräsident Axel Bartelt. 

 

 

Eindrücke vom Besuch des Regierungspräsidenten

Christoph Bauer stellt das LBV-Zentrum vor; Foto LBV Oberpfalz
Stv. LBV-Vorsitzender Prof. Leppelsack, Bereichsleiterin Dr. Regner-Hutter, Regierungsprsident Bartelt und Stv. Bürgermeister Dechant (v.li.) Foto Regierung der Oberpfalz
Ferdinand Baer führt durch das Vogelkrankenhaus; Foto: Ch. Bauer
Kurz vor der Freilassung wird ein Bussard beringt; Foto: Ch. Bauer
... welcher Vogel hat welche Flügelspannweite? Foto Ch. Bauer
Regierungsprsident Bartelt mit Sigrid Peuser, Foto Regierung der Oberpfalz
Freilassung des Bussards; Foto: Regierung der Oberpfalz
Mäusebussard; Foto Regierung der Oberpfalz

UN-Dekade Biodiversität: Ministerin Scharf zeichnet Markt Tännesberg aus

(03.06.2015) - Hoher Besuch in Tännesberg: die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf hat heute die Marktgemeinde Tännesberg als Projekt der UN-Dekade für Biodiversität ausgezeichnet. Die internationale Staatengemeinschaft will so die Vielfalt der Arten in den Fokus rücken und Lebensräume besser schützen. Nicht zuletzt sollen die Bürger stärker für die Natur begeistert werden. 

 

Unter dem Motto "Natur.Vielfalt.Tännesberg" ist die Kommune im Landkreis Neustadt/Waldnaab bayernweite Modellgemeinde für Biodiversität. Auch der Landesbund für Vogelschutz engagiert sich hier seit vielen Jahren. Die Renaturierung des Kainzbachtales ist ein hervorragender Beleg dafür, wie aus einem eintönigen Fichtenforst innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne eine artenreiche Wiese voller Leben entstehen kann. 

Bei einer Exkursion konnte sich die Ministerin selbst ein Bild vom Erfolg des LBV-Projektes machen.

Ausgezeichnet von der UN - der Markt Tännesberg mit seinen Partnern; StMin Scharf (2.v.l.), LBV-Vorsitzender  Dr. Norbert Schäffer (5. v.r.); Foto: Christoph Bauer
Vor 20 Jahren noch ein Fichtenforst - Exkursion ins Kainzbachtal; Foto Ch. Bauer
Projektmanagerin Gabi Schmidt stellt das LBV-Projekt Kainzbachtal vor; Fotos Christoph Bauer

Forschungsprojekt zur Renaturierung von Mooren vorgestellt

(03.06.2015) - Das Forschungsprojekt "Effizienkontrolle von Moorenaturierung in Bezug auf den Klimawandel" wurde heute der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bei einem Pressetermin in Friedenfels (Lkr. Tirschenreuth) unterstrich die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz,  Ulrike Scharf, die hohe Bedeutung intakter Moore für Klima und Artenvielfalt. Moore sind die wichtigsten Kohlenstoffspeicher weltweit. An dem vom Umweltministerium geförderten Projekt war neben der TU München (Lehrstuhl für Renaturierungsökologie) auch der Landesbund für Vogelschutz beteiligt.

 

Im Forstbetrieb des Freiherrn von Gemmingen-Hornberg wurden ehemalige Moorstandorte wieder naturnah umgestaltet. Dazu wurden Entwässerungsgräben verschlossen, standortfremde Bäume entnommen und Kleinstgewässer angelegt. Gleichzeitig erfolgte eine Effizienkontrolle auf diesen sowie auf Flächen im Fichtelgebirge, die bereits 2011 renaturiert wurden. 

Sichtbar wird der Erfolg dieser Maßnahmen durch die Wiederansiedlung von Arten wie Kreuzotter und Moorlibellen. Diese sind durch den Klimawandel besonders betroffen. 

 

Am Rande der Veranstaltung übergab Landesvorsitzender Dr. Norbert Schäffer eine garantiert torffreie LBV-Naturschutzerde an die Ministerin. Er warb für die Aktion "Gärtnern ohne Torf - denn Torf gehört ins Moor". Mit dieser Kampagne möchte der Naturschutzverband gerade bei Hobbygärtnern klimaschonende Alternativen zur Verwendung von Torf aufzeigen.

 

>>> Die Erde ist auch bei der LBV-Bezirksgeschäftsstelle in Regenstauf erhältlich!

Ministerin Ulrike Scharf bei der Vorstellung des Projektes; Foto: Christoph Bauer
Übergabe eines Schecks an die Projektpartner; Foto Ch. Bauer
LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer; Foto Ch. Bauer
Wollgras ist eine typische Moorpflanze; Foto Ch. Bauer
LBV-Aktion "Gärtnern ohne Torf"; Foto: Christoph Bauer
 

Bezirksversammlung Oberpfalz 2015

Bei der Bezirksversammlung werden zwei Habichte freigelassen, Foto: J. Krüger
Bei der Bezirksversammlung werden zwei Habichte freigelassen, Foto: J. Krüger

(21.03.2015) Zur diesjährigen Bezirksversammlung trafen sich Aktive und Vorstandsmitglieder aus allen Oberpfälzer Kreisgruppen in der Vogel- und Umweltstation Regenstauf. Das Treffen dient vor allem dem Informationsaustausch untereinander.

 

Eine der Schwerpunkte in diesem Jahr war die Vorstellung von LBV-Leuchtturmprojekten in den Landkreisen. Konkret ging es um die Vils-Allianz (Amberg-Sulzbach), die bayerisch-tschechische Zusammenarbeit in Cham, den Feuersalamander (Neustadt-Wn.), das Kletterkonzept in Stadt und Landkreis Regensburg sowie um die Langwiedteiche (Schwandorf) und Morrenaturierungen in Tirschenreuth.

 

Am Mittag stand die LBV-Aktion "Gärtnern ohne Torf" im Mittelpunkt. Gärtnermeister Hans Streicher von der Kreisgruppe Landsberg erläuterte die große Bedeutung von Mooren für Artenschutz und Weltklima. Der LBV bietet deshalb heuer eine eigene forffreie Gartenerde in Bioqualität an. Die Erde ist in der LBV-Bezirksgeschäftsstelle Regenstauf erhältlich. Der 7,5-Liter-Sack kostet 3,20 EUR; davon gehen jeweils 50 cent in Moorschutzprojekte des LBV.

In seinem Workshop stellte Falkner Ferdinand Baer verschiedene Formen von Verletzungen an Greifvögeln vor. Im Anschluss wurden noch zwei junge Habichte frei gelassen.


Deutsche Ornithologen-Gesellschaft an der LBV-Vogel- und Umweltstation

07.10.13 - Vom 2. bis 7. Oktober tagte in Regensburg die Deutsche Ornithologische Gesellschaft. Zahlreiche interessante Vorträge z. B. zum Thema „Die Auswirkung erneuerbarer Energien, insbesondere von Windkraftanlagen auf die Vogelwelt“ waren Teil des Programms, ebenso Exkursionen. Eine davon führte an die LBV Vogel- und Umweltstation in Regenstauf. Der fachliche Leiter der Vogelstation, Ferdinand Baer, begrüßte zusammen mit Dr. Christian Stierstorfer, Leiter der Gesamteinrichtung,  ca. 20 Gäste. Diesen wurden die Vogelstation, Umweltstation und  Bezirksgeschäftsstelle mit ihren Arbeitsschwerpunkten vorgestellt. Höhepunkt war die gemeinsame Freilassung eines Fischadlers, der einige Tage zuvor als verletztes Tier gebracht wurde, mittlerweile aber wieder genesen war.

Die Exkursionsteilnehmer
Die Exkursionsteilnehmer
Der Fischadler wird nach seiner Genesung wieder freigelassen ...
... und zieht seine ersten Runden.

Mit dem Seeadler für den Erhalt des Teichlbergs

Seeadler (F: Tunka)
Seeadler (F: Tunka)

03.05.13 - Über 50 Teilnehmer nahmen am 1. Mai 2013 an einer Exkursion am Großen Teichlberg im Landkreis Tischenreuth/Oberpfalz teil. Zusammen mit dem LBV Landesvorsitzenden Ludwig Sothmann setzten sie ein wichtiges Zeichen zum Erhalt der einmaligen Naturwälder. Obwohl sie unter strengem Schutz stehen, droht nach wie vor eine Erweiterung des Steinbruches weit in die Schutzzonen hinein. Als Sothmann mit seiner Rede begann, ließ sich ein Seeadler auf einem der großen umstehenden Bäume nieder. >> Warum der Teichlberg geschützt werden muss.


Erfahrungsaustausch: "Elektrozäunung beim Großen Brachvogel"

23.10.12 - Thema des Treffens waren Möglichkeiten des Schutzes der Brachvogelbestände. Eine derzeit in etlichen Fällen erprobte Schutzmaßnahme ist die Zäunung von Gelegen, um sie vor Wildschweinen und Füchsen zu schützen. Experten aus ganz Bayern diskutierten die Wirksamkeit dieser Schutzstrategie. Sie erschien geeignet, Restbestände in suboptimalen Lebensräumen kurzfristig zu stabilisieren.

Brachvogel (Bild Andreas Hartl)
Brachvogel (Bild Andreas Hartl)
Zäunung für den Großen Brachvogel
Zäunung für den Großen Brachvogel
Brachvogelbrutgebiet im Lkr. Regensburg
Brachvogelbrutgebiet im Lkr. Regensburg
Brachvogelei
Brachvogelei

Expertentreffen: Zugvögel

19.10.12 - Das Treffen diente zur Ermittlung (Lokalisierung, Abgrenzung, Bewertung) bedeutender Rastgebiete in der Oberpfalz. Während die (aquatischen) Rastgebiete für Wasservögel wohl hinreichend gut bekannt sind, sind unsere Kenntnisse über Rastgebiete von Wat-, Schreit- und Greifvögeln sowie Gänsen (terrestrisch) bislang lückenhaft. Für die einzelnen oberpfälzer Landkreise wurden bei dem Treffen weitere Rastgebiete abgegrenzt und die Kontaktdaten weiterer lokaler Experten für weitere Recherchen erhoben.

Von links nach rechts: Simone Brettner, Rebekka Eichenseer, Markus Schmidbauer, Sabine Reil, Josef Gerl, Wolfgang Nerb, Hermann Stickroth, Hermann Rank, Franz Wartner, Gerd Horn, Sebastian Biele, Heribert Mühlbauer, , Richard Schlemmer, Armin Vidal, Peter Zach, Sigrid Peuser, Rudi Tändler, Evelyn Babl
Von links nach rechts: Simone Brettner, Rebekka Eichenseer, Markus Schmidbauer, Sabine Reil, Josef Gerl, Wolfgang Nerb, Hermann Stickroth, Hermann Rank, Franz Wartner, Gerd Horn, Sebastian Biele, Heribert Mühlbauer, , Richard Schlemmer, Armin Vidal, Peter Zach, Sigrid Peuser, Rudi Tändler, Evelyn Babl
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