Vortragsabend am 21.11.2018 - 19 Uhr

Die Flusslandschaft am Schwarzen Regen

Foto: LBV
Foto: LBV

Beim November-Vortrag der LBV-Umweltstation erkunden wir den Schwarzen Regen.

Im Zentrum steht dabei der 6,5 Kilometer lange Flussabschnitt bei Teisnach. Dort hat der LBV 1999 das Fischereirecht erworben und lässt es seither ruhen. Die urtümliche Flusslandschaft in diesem Bereich vermittelt Ehrfurcht vor der Schönheit der Natur, hier wird Wildnis spürbar. Über und unter Wasser findet sich ein breites Spektrum geschützter Tierarten, besonders hervorzuheben ist das Vorkommen des Huchens. Seit 2000 führt der LBV regelmäßig Fischbestandserhebungen durch. Wie hat sich das Juwel des Bayerwaldes in dieser Zeit entwickelt?

Referentin ist Gewässerökologin Malvina Hoppe von der Landesgeschäftsstelle des Landesbundes für Vogelschutz.

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!


Halloween-Basteln beim LBV

Schaurig-schöne Spinnenwelt am 29. Oktober

Bild: Katrin Kunz
Bild: Katrin Kunz

Ende Oktober ist es soweit – Hexen, Geister und andere gruselige Gestalten zeigen sich. Nicht nur Kürbisse, sondern auch viele große und kleine Spinnen sind dabei. In der Vogel- und Umweltstation in Regenstauf erwartet die Kinder allerhand Spannendes aus der Welt der Acht-beinigen, und sie finden heraus, warum Spinnen gar nicht zum Fürchten sind!

Die Kinder haben die Möglichkeit Spinnen unter dem Mikroskop zu erforschen. Sie basteln gruselige Spinnen, schnitzen Kürbisse oder gestalten Blechlaternen. Zum Schluss verspeisen sie die selbst gekochte Kürbissuppe.

Wir freuen uns auf gruselig verkleidete Besucher!

 

Termin: Montag 29. Oktober 2018

14.00 – 17.30 Uhr (8 – 12 Jahre)

Treffpunkt: LBV- Vogel- und Umweltstation,

Masurenweg 19, 93128 Regenstauf

Kosten: 9,50 € pro Kind, incl. Materialien und Essen

Bitte nach Möglichkeit eine leere, möglichst große Konservendose mitbringen!

 

Anmeldung bis zum 26.10.2018, in der LBV- Vogel- und Umweltstation in Regenstauf:

Telefon: 09402 – 7899570, Email: bfd-oberpfalz@lbv.de


Vortragsabend am 17. Oktober 2018 um 19 Uhr

Schläfer und Bilche - nächtliches Leben in Bayern

Foto: Rudi Leitl
Foto: Rudi Leitl

Beim monatlichen Vortragsabend in der LBV-Umweltstation Regenstauf geht es am Mittwoch, dem 17. Oktober 2018 um Bilche, Schläfer & Co.

Beginn ist um 19 Uhr.

 

In Bayern kommen vier Bilcharten vor. Neben den weit verbreiteten Arten Siebenschläfer und Haselmaus gibt es noch die seltenen Arten Garten- und den Baumschläfer.

Hartmut Schmid, Gebietsbetreuer beim Landschaftspflegeverband Regensburg, berichtet über Verbreitung, Lebensweise und Schutz dieser liebenswerten nachtaktiven Kobolde.

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!


Vortragsabend am 25.09.2018 - 19 Uhr

Die Rückkehr der Fisch- und Seeadler nach Bayern

Foto: D. Schmidt-Rothmund
Foto: D. Schmidt-Rothmund

Am Dienstag, 25. September 2018 um 19.00 Uhr spricht der bekannte Adlerexperte Dr. Daniel Schmidt-Rothmund in der LBV-Umweltstation Regenstauf über die sensationelle Rückkehr von Fisch- und Seeadler.

 

In Zeiten ständigen Aussterbens von Tier- und Pflanzenarten gelingt den beiden Adlern nach ihrer Ausrottung in Bayern eine Wiederbesiedlung der Oberpfalz und anderen Teilen Bayerns. 

Der Referent ist Diplom-Biologe und hauptamtlicher Leiter des NABU-Vogelschutzzentrums Mössingen. Dr. Schmidt-Rothmund ist Spezialist für Greifvögel und Autor einer Vielzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen über Fischadler und Seeadler.

Im Auftrag der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung der Oberpfalz führt er das Monitoring der beiden seltenen Brutvogelarten durch. Er kennt ihre Lebensweise wie kein zweiter und wird berichten, wie den Tieren die Rückkehr nach Bayern gelang.

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.


Tag der offenen Türe: Sonntag, 23.09.2018

10 Jahre LBV-Umweltstation Regenstauf

Wir feiern in diesem Jahr einen "Runden Geburtstag":

vor zehn Jahren wurde die staatlich anerkannte Einrichtung eröffnet. Seither sind zehntausende Besucher Besucher zu Gast in Regenstauf gewesen. 

Unser Jubiläum feiern wir mit einem großen "Tag der offenen Türe" am

Sonntag, 23. September von 11-17 Uhr.

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem Wasserwirtschaftsamt Regensburg, werden wir das Thema "Wasser" als Grundlage des Lebens aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Bei einem Wasserparcours können die Besucher sich mit der Frage beschäftigen, wie viel des kostbaren Nass für unsere Nahrung oder Bekleidung verbraucht werden.

Ganz aktuell werden die Mitarbeiter der Umweltstation über das Umweltproblem "Mikroplastik" informieren. 

Passend dazu können die Besucher selbst eine Zahnpasta herstellen -  und das ganz ohne Mikroplastik.

 

An insgesamt 15 Aktionsständen gibt es attraktive Angebote für Groß und Klein. Die Jüngeren dürfen sich beim Stand der Firma Farben-Eckert aus Regensburg kreativ betätigen. Bei unseren Ornithologen können die Besucher selbst mitgebrachte Federn bestimmen lassen. Das Team der Vogelstation bietet während des ganzen Tages Führungen zu den Patienten in unserem "Krankenhaus" an. 

Für das leibliche Wohl gibt es frische Steckerlfische (Oberpfälzer Forellen), Bratwürste, verschiedene Eintöpfe mit und ohne Fleisch sowie eine gut gefüllte Kuchenbar.

 

 

Der Besuch in Regenstauf lädt zu Information und Gesprächen ein; Bild: Ch. Bauer
2017 war der Holzschnitzer Albert Köglmeier eine der Attrakktionen; Bild: Ch. Bauer
Fotos (3) Ch. Bauer
Fotos (3) Ch. Bauer

BFD-Stelle ab 01.11.2018 zu besetzen

Unser Freiwilliger Max beim Freilassen eines Fischadlers; Foto F.Baer
Unser Freiwilliger Max beim Freilassen eines Fischadlers; Foto F.Baer

Die Vogel- und Umweltstation bietet wieder einen Platz für den Bundesfreiwilligendienst. Die Stelle wäre ab November 2018 zu besetzen.

 

Nicht nur für Abiturienten, sondern auch für Hochschulabsolventen ist die Arbeit bei uns eine gute Möglichkeit, einen Naturschutzverband kennen zu lernen. Genauso freuen wir uns über aktive Menschen, die nach dem Ruhestand etwas Sinnvolles machen möchten.

Das Tätigkeitsfeld ist sehr vielfältig, nähere Informationen über die Arbeit beim LBV Regenstauf finden Sie auf der Plattform "Freiwillige im Naturschutz".

 

Die Mittelbayerische Zeitung hat schon mehrfach über unsere BFD-ler berichtet.

>>> Bericht vom April 2016

>>> Bericht vom Mai 2017.

 

Bewerbungen bitte an den Leiter, Herrn Christoph Bauer (09402 / 78995710 oder per Mail)


LBV-Sommerferienprogramm Regenstauf: Freie Plätze

Für alle, die in den Ferien noch nichts vor haben und gerne was draußen in der Natur machen möchten, hat die LBV-Umweltstation eine ganze Reihe attraktiver Angebote.

Vom "Upcycling" , Fledermausführungen bis hin zum Bauen von Regenmachern dürfte für alle Altersgruppen etwas Spannendes dabei sein. Am Ende der Ferien gibt noch verschiedende Aktion rund um den Schwerpunkt "Leben wie die Indianer". So können die Ferienkinder Pfeil und bogen selbst bauen, auf den Spuren wilder Tiere Fährten lesen und schließlich sich mit Kriegsbemalung und Kopfschmuck selbst wie ein Indianer fühlen.

 

Hier die Angebote im Einzelnen, die ausführlichen Angebote finden Sie hier):

  • Upcycling - Aus Müll mach neu: Montag, 30.07.2018 von 10 - 12 Uhr. Für Kinder ab 8 Jahren
  • Die mit den Händen fliegen- Fledermäuse: Dienstag, 31.07.2018 von 20 - 23 Uhr. Für Kinder ab 6 Jahren sowie Erwachsene
  • Greifvögel hautnah: Freitag, 03.08.2018 von 9 - 10.30 Uhr. Für Kinder ab 6 Jahren
  • Regenmacher: Montag, 03.09.2018 von 10 - 12 Uhr. Für Kinder ab 10 Jahren
  • Pfeil & Bogen selbstgemacht: Dienstag, 04.09.2018 von 13 - 16 Uhr. Für Kinder ab 12 Jahren
  • Auf den Spuren wilder Tiere - Fährten lesen wie die Indianer: Donnerstag, 06.09.2018 von 15 - 17 Uhr. Für kinder ab 8 Jahren
  • Kriegsbemalung & Kopfschmuck: Donnerstag, 06.09.2018 von 13 - 15 Uhr. Für Kinder ab 8 Jahren

Für alle Veranstaltungen ist vorherige Anmeldung erforderlich. je nach Teilnehmerzahl kann noch eine Zusatzveranstaltung angeboten werden.

Anmeldung und Rückfragen bitte an:

Sigrid Peuser (Mail: sigrid.peuser@lbv.de oder Tel. 09402 879957-10) 


LBV-Aktion: Schüler bekämpfen invasiven Staudenknöterich

(13.07.2018) - Große Unterstützung bekam die LBV-Umweltstation Regenstauf am Dienstag, dem 10. Juli durch das Goethe-Gymnasium Regensburg: zehn Schülerinnen und Schüler des Seminars "Natur- und Umweltschutzprojekte“ unter der Leitung ihres Lehrers Herrn Bumes bekämpften den Japanischen Staudenknöterich.  Die invasive Pflanze hat sich auf dem öffentlichen Gelände neben der LBV-Station zunehmend ausgebreitet.

Biologin Sigrid Peuser von der Umweltstation erläuterte zunächst die Folgen dieses Neophyten auf die heimische Fauna. Danach ging es gleich ins Gelände, wo sich die Schüler mit Grabgabeln und Spitzhacken ans Werk machten.

 

Vor der Umweltstation des Landesbundes für Vogelschutz hatte sich in den vergangenen Jahren die Pflanze heimlich ausgebreitet. Die unscheinbar blühende bis zu vier Meter hohe Staude hat bambusartige Stängel und große grüne Blätter. Sie verdrängt alle heimischen Pflanzen. Sie wurde aus Asien eingeschleppt und gilt als einer der gefährlichsten Neophyten. Sie zeichnet sich durch eine enorme Wachstumsgeschwindigkeit – bei günstigen Bedingungen bis zu 30 cm pro Tag. Und sie ist extrem widerstandsfähig: auch aus 7 Gramm schweren Rhizomresten kann sich eine neue Pflanze entwickeln. Mit ihren Wurzelsprossen bildet sie ein schwer zu entfernendes unterirdisches Geflecht, das nur durch jahrelange wiederholte Rodung und Mahd in den Griff zu bekommen ist.

 

Der Bauhof der Marktgemeinde Regenstauf unterstützte die Aktion durch das Verleihen von Werkzeugen und den Abtransport der Stauden.

„Die Aktion müssen wir jetzt regelmäßig durch Abmähen der jungen Sprosse ergänzen, damit die Pflanzen so geschwächt werden, dass sie auf Dauer eingehen“ so Sigrid Peuser. „Erst in einigen Jahren können wir sicher sein, den Kampf gewonnen zu haben. Gartenbesitzer und Besitzer von Waldflächen und landwirtschaftlichen Grundstücken sollten die Pflanzen auch direkt nach ihrer Entdeckung bekämpfen, und nicht warten, bis der Bestand sich vervielfacht hat!“

Bilder (2): S. Peuser / LBV
Bilder (2): S. Peuser / LBV
Der berg an Staudenknöterich war beträchtlich; Bild: S. Peuser

Von Wölfen, Käuzen & Menschen - was unsere Emotionen weckt

Vortragsabend am Mittwoch 18. Juli 2018 um 19 Uhr

Bild: Marcus Bosch / LBV-Archiv
Bild: Marcus Bosch  / LBV-Archiv

Am Mittwoch, 18.07.2018 um 19 Uhr, lädt die LBV-Umweltstation Regenstauf wieder zum monatlichen Vortragsabend ein. Biologin Dr. Kathrin Kunz berichtet darüber, welche Gefühle die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland bei uns Menschen weckt.

 

Immer mehr Pflanzen und Tiere stehen auf der Roten Liste. Ohne menschliches Zutun ist ihr Aussterben vorprogrammiert. Der Verlust, aber auch das Wiederauftauchen bestimmter Arten löst beim Menschen und in der Gesellschaft eine Bandbreite von Emotionen aus: Warum sind uns einige Arten sympathischer als andere? Wer benötigt wirklich unsere Hilfe?

 

In ihrem Vortrag wird Dr. Kathrin Kunz dieser Frage am Beispiel der Wölfe, die längst nach Deutschland zurückgekehrt sind, nachgehen. Die Referentin betrachtet deren Einfluss auf die Nutztierhaltung, die Jagd sowie die menschlichen Reaktionen auf ihre Anwesenheit.

 

Der ursprünglich geplante Vortrag über den Rückbau einer Autobahn muss krankheitsbedingt auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

 

Der Eintritt ist frei, Spenden für die LBV-Umweltstation sind willkommen!


LBV-Projekt "Quellschutz in Bayern"

Vortragsabend am Mittwoch 20. Juni 2018 um 19 Uhr

Foto: J. Römheld
Foto: J. Römheld

Nur selten hört man in Bayern noch das ursprüngliche Gurgeln, Plätschern oder Rauschen von Quellen. Die von unseren Vorfahren als „heilige Bezirke“ verehrten Grundwasseraustritte wurden in den letzten Jahrzehnten zunehmend verrohrt, gefasst oder verfüllt. Sie dienen als Viehtränken, Fischteiche, Tretbecken oder Brunnenanlagen. Dabei ist den wenigsten Menschen bewusst, dass Quellen äußerst wertvolle Lebensräume sind, die eine sehr spezialisierte Lebensgemeinschaft beherbergen und daher äußerst schutzbedürftig sind.

 

LBV-Expertin Eva Schubert wird in ihrem Vortrag den Lebensraum „Quelle“ und einige ihrer Bewohner vorstellen und anhand von Beispielen aus der Praxis zeigen, was konkret für diese sensiblen Lebensräume getan werden kann.

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind herzlich willkommen!


Gärtnern ohne Torf = Aktiver Klimaschutz

Vortragsabend am 18. April 2018 um 19 Uhr

Foto: Hans Streicher
Foto: Hans Streicher

Um das naturnahe Gärtnern geht es beim monatlichen Vortragsabend in der LBV-Umweltstation Regenstauf (Masurenweg 19) am Mittwoch, 18. April 2018 ab 19.00 Uhr.

 

Jetzt im Frühling ist Pflanzzeit im Garten. Doch die meisten herkömmlichen Erden enthalten Torf, das großflächig in Mooren abgebaut wird. Dabei werden einmalige Lebensräume für immer zerstört. Was kaum einer weiß: auch das Klima wird mit dem Abbau von Torf erheblich belastet. Welche Alternativen es hier gibt, zeigt Gärtnermeister Hans Streicher aus Landsberg in seinem praxisnahen Vortrag.

 

Vor mehreren Jahren hat der Landesbund für Vogelschutz die Aktion "Gärtnern ohne Torf" gestartet. Dank dieser Initiative, die von Hans Streicher ins Leben gerufen wurde, sind torffreie Blumenerden inzwischen nahezu überall erhältlich.

 

Herkömmliche Blumenerden bestehen überwiegend aus Torfmoosen. 1000 Jahre vergehen, bis nur ein Meter Torf herangewachsen ist. Mit dem Trockenlegen und Abbau von Mooren verschwinden hochbedrohte Tier- und Pflanzenarten. Moore spielen außerdem eine große Rolle beim Klimaschutz. Sie speichern etwa sechs Mal mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde. Entwässerte Moore und der Abbau von Torf verursachen etwa acht Prozent der Treibhausgasemission und zählen damit zu einer der größten Quelle des Klimagases.

 

Torf gehört deshalb ins Moor und nicht in den Blumentopf. Jeder Gartenbesitzer und Hobbygärtner leistet mit dem Verzicht auf torfhaltige Erde einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Naturschutz.

 

Der Landesbund für Vogelschutz lädt alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind willkommen.


"Der schillernde Star macht sich rar"

LBV-Vortrag am 21. März in der Umweltstation Regenstauf

Foto: Rosl Rößner / LBV-Archiv
Foto: Rosl Rößner / LBV-Archiv

Um den schillernden Star geht es beim monatlichen Vortragsabend des Landesbundes für Vogelschutz am Mittwoch, 21. März 2018. Beginn ist um 19.00 Uhr in der Umweltstation Regenstauf (Masurenweg 19). Diplom-Biologin Sigrid Peuser wird den Vogel des Jahres vorstellen.

 

Der Star ist bekannt als Allerweltsvogel – den Menschen vertraut und scheinbar weit verbreitet. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft.

Der metallisch glänzende Geselle ein typisches Beispiel für den stillen Rückgang der häufigen Vogelarten, denn sein Bestand nimmt stetig ab. 

Angepasst hat sich der Star an die Stadt: dort nutzt er Nistkästen oder Hohlräume an Dächern und Fassaden zum Nestbau. Parkanlagen, Friedhöfe und Kleingärten liefern ihm Nahrung. Doch auch dort droht ihm Lebensraumverlust durch Bauvorhaben, Sanierungen oder Verkehrssicherungsmaßnahmen.

Der Vogel des Jahres 2018 ist auch im übertragenem der „Star“ unter den Vögeln. Bewundert werden seine Schwarmflüge im Herbst, die als einzigartiges Naturschauspiel gelten. Vor allem aber kann er schier unglaublich viele Stimmen und Geräusche imitieren.

 

Der Landesbund für Vogelschutz lädt alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind willkommen.


Mit Kindern in die Natur

NAJU-Infoabend für Gruppenleiter am 22.02.2018 in Regenstauf

Können Sie sich vorstellen, mit jungen Menschen die Schönheit und Lebendigkeit der Natur spielerisch zu entdecken? Da hätten wir vielleicht etwas für Sie:

 

Die Kindergruppen der Naturschutzjugend im LBV (NAJU) sind viel draußen unterwegs. Egal ob spielend in Wald und Wiese, helfend beim Krötenzaunbetreuen oder forschend beim Besuch eines Imkers. So werden bereits die Jüngsten für die heimische Tier- und Pflanzenwelt begeistert und das Naturverständnis gefördert. 

 

Für unsere Naturkindergruppen suchen wir weitere ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer, von jung bis jung geblieben, die 1 bis 4 Mal monatlich Gruppenstunden gestalten.

 

Dazu findet am 

Donnerstag, dem 22. Februar 2018

um 19.00 Uhr in der

LBV-Umweltstation Regenstauf (Masurenweg 19)

 

ein Infoabend statt. Anmeldung bei: Christoph Bauer (Tel. 09402 / 789957-10 und Mail: oberpfalz@lbv.de)

 

Dieser Infoabend richtet sich an alle, die gerne einmal in die Betreuertätigkeit reinschnuppern wollen. Pädagogische Vorerfahrungen sind nicht erforderlich. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.


Vortrag der Umweltstation am 21.02.2018

Von wegen "Dumme Gans" - so schlau sind Vögel wirklich

Foto R. Rößner / LBV-Archiv
Foto R. Rößner / LBV-Archiv

(26.01.2018) - In Fabeln werden Huhn, Rabe oder Ente als dumm und einfältig dargestellt. Doch sind sie das wirklich? Dass Papageien, Raben und Krähen mit ihrer Intelligenz viele Säugetiere in den Schatten stellen ist mittlerweile allgemein bekannt. Über die Intelligenz anderer heimischer Vogelarten wissen wir jedoch deutlich weniger.

Nutzen Spatzen Insektizide beim Nestbau? Können Hühner zählen? Und besitzen Elstern ein Ich-Bewusstsein?

 

Diesen und anderen Fragen wird der LBV am Mittwoch, dem 21. Februar ab 19.00 Uhr in der Umweltstation Regenstauf (Masurenweg 19) nachgehen. Referentin ist Dr. Magdalena Schneider. Die Biologin hat ihre Abschlussarbeit zum Thema Verhaltensforschung verfasst.

 

Der Landesbund für Vogelschutz lädt alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind willkommen.


Papst Franziskus´ Enzyklika "Laudato sí"

Kämpferischer Appell zur Bewahrung der Schöpfung

Foto: Andreas Hartl / LBV-Archiv
Foto: Andreas Hartl / LBV-Archiv

(18.01.2018) - Erstes Thema in der 2017 gestarteten monatlichen Vortragsreihe der LBV-Umweltstation Regenstauf war „Laudato sí – die Umweltenzyklika von Papst Franziskus“. Diese Lehrschrift kann als für die katholische Kirche revolutionär eingestuft werden: Menschen und Kirche sollen die Erde nicht mehr beherrschen, sondern zu einem rücksichtsvollen Teil der Erde werden.

 

Die Teilnehmer trotzten am Mittwoch den 17.01.2018 den widrigen winterlichen Wetterbedingungen um an dem Vortrag „“ von Dipl.-Theologin Beate Eichinger, der Umweltbeauftragten der Diözese Regensburg, zu lauschen und anschließend an einer engagierten Diskussion teilzunehmen.

„In seiner Enzyklika zeigt uns Papst Franziskus, auf was jeder von uns selbst tun kann um nachhaltig zu leben. Er trägt uns allen die Sorge für das gemeinsame Haus auf.“ so die Referentin.

Damit meint er nicht nur uns Menschen, sondern alles Leben auf der Welt. Alle sollen einem bewussten und friedlichen Für- und Miteinander leben. Solch ein schöpfungsbewusster Lebensstil ist ein essentieller Teil des modernen Christentums.

 

Bereits seit 1972 beschäftigt sich die römisch-katholische Kirche ausführlich mit den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Seitdem wurden viele Appelle veröffentlicht, jedoch folgten wenig Taten.

Technischer Fortschritt und materielles Gewinnstreben sind in der modernen Zivilisation zum Selbstzweck geworden, und dienen nicht mehr dazu, das Gemeinwohl zu fördern. Der maßlose Anthropozentrismus führt zu einer Missachtung aller anderen Lebenwesen. Dies möchte Papst Franziskus nun ändern. In seiner Enzyklika widmet er sich hauptsächlich den Themen Klimawandel, Umweltzerstörung, soziale Ungerechtigkeit und Armt und prangert zudem mit harten Worten, das Welt Wirtschaftssystem an.

Jeder von uns muss sich seiner Verantwortung für Umwelt und Mitmenschen stellen, da in der heutigen konsumorientierten Gesellschaft der eigentliche Sinn des Lebens oftmals in den Hintergrund gerät. „Alles was ich benutze, bringt eine soziale und ökologische Hypothek mit sich“, so Eichinger. Gemeinsam sollen wir uns für das Gemeinwohl, die Umwelt, den Klimaschutz und eine ökosoziale Marktwirtschaft stark machen. Dabei soll jeder einzelne diese Punkte in all seine Entscheidungen mit einbeziehen. Ziel sind eine ganzheitliche Ökologie und ein bewusster Lebensstil und eine gerechte Verteilung der irdischen Güter.

Neben diesen Themen widmet sich Papst Franziskus auch explizit dem Thema Artenschutz. Hier spricht er die Probleme der intensiven Landwirtschaft und des Flächenfraßes, Probleme mit denen sich auch der LBV momentan intensiv auseinandersetzt, an. Prinzipiell hat der Mensch kein Recht, Tier- und Pflanzenarten auszurotten, jedoch dürfen hier auch wirtschaftliche Interessen nicht außer Acht gelassen werden, solange diese dem Gemeinwohl dienen.

 

Im Anschluss an den Vortrag diente die Überlegung „Was kann jeder Einzelne tun?“ als erster Diskussionsanstoß. Die Zuhörer beteiligten sich rege an der Diskussion und sprachen Themen wie regionales Einkaufen, Vermeidung von Schadstoffausstoß oder auch Entwicklungshilfe an. Zudem wurde auch die Frage, wie sich die katholische Kirche vor Ort mit der Enzyklika auseinandersetzt und in wieweit sie sie umsetzt, und welche Maßnahmen bisher konkret ergriffen wurden, aufgeworfen.

Darauf konnten die Referentin Beate Eichinger sowie auch der Regenstaufer Pfarrer Johann Schottenhammel einige Antworten geben. Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig: Die Kirche soll sich nach langer Leugnung der ökologischen Probleme und nach Gleichgültigkeit und bequemer Resignation in die ökologische Bewegung einklinken. Papst Franziskus sieht hier die zivilgesellschaftlichen Bewegungen wie unter anderem gemeinnützige Naturschutzorganisationen als Hauptantrieb für einen Wandel.  

 

Literaturtipp: Der Text der Enzyklika zum Nachlesen


Traumland im Norden Europas: Norwegen

Reisevortrag am 14.12.2017 - 19.30 Uhr

Foto: H. Rank
Foto: H. Rank

(24.11.2017) - Zum Jahresausklang wollen wir Sie auf eine Reise in den hohen Norden Europas mitnehmen. Der Vortragsabend ist am Donnerstag, 14. Dezember um 19.30 Uhr in der LBV-Umweltstation Regenstauf.

 

Hermann Rank von der LBV-Kreisgruppe Schwandorf zeigt Bilder von zwei Reisen im Mai 2016 und Februar 2017. Die Reise führte von Finnland bis an den Varangerfjord in Norwegen und zur Barentssee nahe der russischen Grenze. Die Gegend beherbergt im Sommer eine Vielzahl an Watvögeln, Alken und seltene Singvogelarten, im Winter bieten sich hervorragende Möglichkeiten, hocharktische Entenarten, wie die Prachteiderente oder die Scheckente in großer Zahl zu beobachten. Außerdem die obligatorischen Elche, Rentiere, Schneehasen und natürlich - Polarlichter!!

 

Der Eintritt ist kostenlos.


Vortrag: Der Storch im Regental, 15.11.2017

Abendstimmung in der Vogelauffangstation Regenstauf; Foto: F. Baer
Abendstimmung in der Vogelauffangstation Regenstauf; Foto: F. Baer

(08.11.2017) - Der Weißstorch gehört in den Sommermonaten zum Ortsbild von Regenstauf. Am Mittwoch, dem 15.11 um 19.00 Uhr lädt der Landesbund für Vogelschutz zu einem Vortrag über „Adebar“ in die Umweltstation Regenstauf (Masurenweg 19) ein.

 

Sigrid Peuser, Diplombiologin und Mitarbeiterin der Umweltstation  informiert über die Lebensweise und den Lebensraum dieses imposanten Schreitvogels und geht auf die überraschenden Bestandsveränderungen in Bayern ein. Wie lebt der Weißstorch und wie kann man ihn dauerhaft schützen? Welche anderen Tierarten profitieren von der Erhaltung des Weißstorchlebensraumes? Welchen Gefahren ist der Weißstorch ausgesetzt? Wie sieht es mit dem Lebensraum des Weißstorchs in Regenstauf aus? Was können Kommunen, Bürger, Grundstücksbesitzer für den Weißstorch tun?

 

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos


Vortrags- und Diskussionsabend

"Die Rückkehr des Wolfs nach Bayern" - DO, 13.07.2017

Foto: Marcus Bosch / LBV-Archiv
Foto: Marcus Bosch / LBV-Archiv

28.06.2017 - In diesem Jahr gibt es in Bayern wahrscheinlich zum ersten Mal seit ihrer Ausrottung vor über 150 Jahren wieder Nachwuchs bei den Wölfen. In den Truppenübungsplätzen Hohenfels und Grafenwöhr sind einzelne Wölfe schon länger anzutreffen.

Die LBV-Umweltstation lädt zu einem Vortrag am Donnerstag, 13. Juli 2017 um 19 Uhr (Masurenweg 19, Regenstauf). Referent ist Peter Blanché, Vorsitzender der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe in Deutschland. Er wird über seine Erfahrungen und sein Wissen aus den Wolfsgebieten in den verschiedensten Bundesländern Deutschlands berichten und auf mögliche Probleme und entsprechende Lösungsansätze eingehen.

 

Der Vortrag ist kostenlos, Spenden für die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe sind willkommen.


25 Jahre NATURA 2000: Exkursionen am Gailenberg und Regen

Seit 25 Jahren gibt es das europäische Schutzgebietsnetz NATURA 2000, das von Lappland bis Sizilien reicht. Auch wir haben rund um Regenstauf solche Naturschutzjuwele mit Europa-Prädikat.

 

Aus diesem Grund möchte der Landesbund für Vogelschutz im Mai zwei herausragende NATURA 2000-Gebiete mit den Bürgerinnen und Bürgern erkunden:

Der Gailenberg am Regenknie bei Marienthal bietet Wanderen einen grandiosen Rundumblick. Er ist außerdem als Naturwaldreservat ein Urwald im Kleinen, in dem keine forstliche Nutzung stattfindet. Darum kann man hier etwa noch den skurrilen „Stachelbart“, einen Baumpilz, finden. Die Exkursion findet am Freitag, 05. Mai 2017 um 16 Uhr statt. Treffpunkt ist der Parkplatz am Gasthaus Marienthal. Es wird festes Schuhwerk und ein Getränk empfohlen. Dauer ca. 3 Stunden.

Ins idyllische Regental führt die zweite NATURA 2000-Exkursion am Sonntag 14. Mai 2017 um 14 Uhr.  In einem kleinen Spaziergang lernen die Teilnehmer den Regen in Regenstauf von einer neuen Seite kennen. Die großen und kleinen Naturforscher werden im Anschluss auch die Gewässertierchen im Mikrokosmos-Labor der Umweltstation untersuchen. Das Angebot ist besonders für Familien mit Kindern geeignet. Treffpunkt ist an der Umweltstation (Masurenweg 19, Regenstauf). Bitte Gummistiefel und Fernglas mitbringen. Dauer ca. 2,5 Stunden.

 

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen. Die Teilnahme zu den beiden Veranstaltungen ist kostenlos. Voranmeldung erbeten.


Oster-Ferienprogramm beim LBV

Neues Wohnzimmer für Vögel: Nistkastenbau

Die Ferienkinder mit den Betreuern Simon Lemster und Hajo Drießle (Foto LBV)
Die Ferienkinder mit den Betreuern Simon Lemster und Hajo Drießle (Foto LBV)
Fiona Biehler, 11. Klasse der FOS-BOS Schwandorf (Foto LBV)
Fiona Biehler, 11. Klasse der FOS-BOS Schwandorf (Foto LBV)

(April 2017) Man hört es schon von weit her - Kinderlachen und das Klappern von Holz. Am Montag vor Ostern wurde in der LBV Vogel- und Umweltstation Regenstauf zwei Stunden lang eifrig an Nistkästen für Vögel gearbeitet.

 

Normalerweise bauen Vögel ihre Nester in Baumhöhlen, diese werden aber immer seltener, da hohle alte Biotopbäume in Wald und Gärten häufig noch als „unnütz“ angesehen und gefällt werden. Mit den Nistkästen soll so ein Ersatz für diese geschaffen werden. Unter der Anleitung des Bundesfreiwilligen Lucas Fäth und der Biologin Sigrid Peuser begannen die acht Kinder mit den kleinen Holzwohnungen. Hans- Jochen Drießle, 2. Vorsitzender der LBV-Kreisgruppe Regensburg, hatte das gesamte Material vorbereitet und leitete den Aufbau und sorgte für eine gute Stimmung.

 

Kinder, die noch nie mit Holz gearbeitet hatten, lernten schnell und schraubten fleißig die Schrauben in das Holz. Dafür wurden extra die Löcher vorgebohrt und die Teile für ein einfaches zusammenbauen vorbereitet. Hammer und Schraubenzieher brachten die Kinder selbst von Zuhause mit. Als schließlich alles zusammen gebaut war, kamen ein paar Beschwerden. Ein Kind rief: „Meins kann man vorne nicht so gut aufmachen!“. Das lag daran, dass dort die Schrauben, die für die Öffnung verantwortlich waren, zu fest angezogen wurden. Hans-Jochen Drießle lockerte daraufhin diese und half mit etwas Seife als Schmiermittel nach. Zum Schluss nagelten die Kinder noch einen Wasserschutz aus Dachpappe aufs Dach, der bei manchen Kindern mit dem Wort „Igitt“ beurteilt wurde. Diese war nämlich etwas klebrig beim Schneiden. Schließlich war der Nistkasten fertig gezimmert. „So jetzt bemalen wir ihn noch“ sagte Lucas. Daraufhin wurden Pinsel geschnappt und mit Acrylfarben los gemalt. Als Vorlage bekamen die Kinder ein Plakat mit Vögeln, die man im Garten finden konnte. Das Ergebnis war schön anzusehen. Am Ende wurde noch ein Gruppenbild mit den Kindern und den fröhlich bunten Nistkästen gemacht.

 

(Bericht Fiona Biehler, Praktikantin der FOS-BOS Schwandorf, Zweig für Agrarwirtschaft, Umwelt- und Biotechnologie)


Oster-Orni-Tour am Regen

Lea Trautwein, 11. Klasse der FOS-BOS Schwandorf (Foto LBV)
Lea Trautwein, 11. Klasse der FOS-BOS Schwandorf (Foto LBV)

(April 2017) Am Montag vor Ostern fand die vom LBV Regenstauf im Rahmen des Ferienprogrammes der Marktgemeinde Regenstauf veranstaltete „Ornitour“ statt. Wie der Name schon sagt haben wir uns mit den Kindern im Regental auf die Suche nach einheimischen Vögeln begeben. Ausgerüstet mit Ferngläsern, Spektiven und Vogel-Bestimmungsbüchern haben wir das Leben der einzelnen Vogelarten näher kennengelernt.

 

Zuerst haben wir die Singvögel um die Vogelstation herum betrachtet, wobei wir direkt ein Elsternnest und das dazu gehörige brütende Paar entdeckten. Bachstelzen, Rotkehlchen und Amseln ließen sich ebenfalls sehen. Anschließend haben wir uns dann unter der Regenbrücke hindurch zu den Wiesen rechts des Regens begeben. Währenddessen haben wir auch einige weitere Vögel, wie die Silbermöwe oder die bekannten Regenstaufer Weißstörche beobachten können. Übrigens gibt es auch den Schwarzstorch bei uns, allerdings bekommt man ihn kaum zu Gesicht, da er sehr scheu ist und sich in Wäldern versteckt hält. Nachdem wir den Fluss mit den Biberspuren erkundet haben und sogar ein Rabenkrähennest entdecken konnten haben wir den Schlossberg ins Visier genommen. Jedoch haben wir die Tiere nicht nur mit den Ferngläsern oder den Teleskopen beobachtet. Nein, wir haben sogar einige Arten nach ihrem Gesang bestimmt. So haben wir den Zilp Zalp wahrgenommen, der sich durch seine Rufe „Zilp Zilp Zalp Zilp Zalp Zilp Zilp Zalp Zalp“ bemerkbar machte. Und auch weitere unscheinbare Vogelarten wie der Buchfink, sind durch ihren Ruf „aufgeflogen“. Seinen Gesang kann man sich zum Beispiel wie folgt merken: Wo, wo, wo ist denn mein Bräutigam? Ein Buntspecht war kurz zu sehen und dann sein Trommeln zu hören. „Und was ist das für einer, der immer so schön ruft?“ fragte Sebastian, ein sehr begeisterter Teilnehmer, der bereits fast alle der über 20 Arten kannte, die wir ausfindig gemacht haben. Eine der Betreuerinnen, Sigrid Peuser, die zugleich die Umweltbildung der LBV Regenstauf leitet, erklärte darauf hin, dass man anhand des speziellen, melodischen und vielseitigen Gesangs darauf schließen kann, dass es sich um eine Mönchsgrasmücke handelt. Neben der Mönchsgrasmücke lassen sich auf und um den Schlossberg aber auch viele andere Arten wie Kernbeißer und Kleiber finden und auch hier haben wir spannende Verhaltensweisen der Tiere kennen gelernt oder wusstet ihr, dass der Kleiber den Baumstamm nicht nur hoch, sondern auch kopfüber hinunterlaufen kann?

 

Nach dem Rückweg in die LBV-Station haben. wir uns nochmal alle Vögel mitsamt Bildern und Gesang ins Gedächtnis gerufen Übrigens: Man kann man die LBV-Station jederzeit besuchen und sich zum Beispiel die Tiere der Vogelauffangstation ansehen. 

 

(Bericht Lea Trautwein, Praktikantin der FOS-BOS Schwandorf, Zweig für Agrarwirtschaft, Umwelt- und Biotechnologie)

Bilderserie von der Orni-Tour

Die Ferienkinder mit Biologin Sigrid Peuser
Auch Eichhörnchen tummelten sich
Elstern sind schlaue Rabenvögel
Ein bisschen Geduld braucht es beim "Birdwatching"
Lachmöwen
Und nochmal Lachmöwen
Eine Rabenkrähe jagt einen Bussard
der Bussard muss ganz schön was wegstecken
Wer wohl den längeren Atem hat?
Rotkehlchen
Ein Pärchen Stockenten
Weißstörche brüten in Regenstauf
Die Bachstelze sucht Futter
Der Feldsperling ist gar nicht mehr so oft anzutreffen

Pfui Spinne?!? Aber nicht mit uns!

Halloween-Aktion in der Umweltstation

Stolz wird eine selbstgebastelte Spinne präsentiert; Foto S. Peuser
... und so sieht eine echte Vogelspinne aus! Foto LBV

02.11.2016 - An Halloween bewiesen 17 junge Zweibeiner in der LBV Vogel- und Umweltstation in Regenstauf, dass sie keine Angst vor den Achtbeinern haben.

 

Unter dem Motto „Schaurig-schöne Spinnenwelt“ erfuhren 17 Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren allerhand Interessantes über Spinnen. Wie gut sehen Spinnen? Wie und womit hören sie? Wie genau sehen Spinnenbeine aus? Unter dem Mikroskop konnten die jungen Forscher nachvollziehen, was sie gerade gelernt hatten. Außerdem konnten sie zeigen, was sie selbst schon alles wissen. „45000“, schätze Hannah und lag damit ganz nah dran, als es um die weltweite Artenzahl der Spinnen ging.

 

Während des Bastelns wurde immer wieder die Vogelspinne bestaunt, die im Terrarium beobachtet werden konnte. Die Kürbisse und Spinnen, die die Kinder selbst dekorierten und bastelten waren tolle Mitbringsel für die ganze Familie. Und am Ende waren sich alle einig, dass Spinnen gar nicht eklig, sondern sehr nützlich und faszinierend sind! 


Aktion am schulfreien Buß- & Bettag

Kinder basteln Futterglocke und beobachten Wintervögel

Foto: Werner Borok / LBV-Archiv
Foto: Werner Borok / LBV-Archiv

Am Buß- und Bettag, 16. November, dreht sich in der LBV-Umweltstation Regenstauf alles um die Vögel im Winter:

 

Welche Tiere kann man jetzt noch im Garten entdecken? Wer braucht welches Futter? Was kann ich selbst für die Piepmätze in der kalten Jahreszeit tun? Das und noch viel mehr erfahren Kinder ab 8 Jahren an dem früheren Feiertag, der noch heute in Bayern unterrichtsfrei ist. Die jungen Naturforscher bauen unter fachkundiger Anleitung zum Beispiel eine Futterglocke für den eigenen Garten. Anschließend lernen sie die verschiedenen Vogelarten an der Futterstelle mit Ferngläsern kennen.

 

Termin:        Mittwoch 16. November 2016 (unterreichtsfreier Buß- und Bettag)

                     10.00 – 13.00 Uhr (Alter: 8 – 12Jahre)          

Treffpunkt: LBV- Vogel- und Umweltstation,

                     Masurenweg 19, 9312 Regenstauf

Leitung:       Lucas Fäth

Kosten:        6,50 € pro Kind incl. Material

 

Anmeldung:

bis zum 14.11.2016, bei Lucas Fäth, LBV- Vogel- und Umweltstation in Regenstauf: 

Telefon: 09402 – 7899570, Email: bfd-oberpfalz@lbv.de


Halloween beim LBV:

Schaurig-Schöne Spinnenwelt am 31. Oktober

Halloween beim LBV: Gruselspaß garantiert! Foto K. Kunz

Am 31. Oktober ist es soweit – Hexen, Geister und andere gruselige Gestalten zeigen sich. Und viele große und kleine Spinnen sind auch mit dabei. In der Vogel- und Umweltstation des Landesbundes für Vogelschutz in Regenstauf erwartet die Kinder allerhand Spannendes aus der Welt der Acht-Beinigen.

 

Beim LBV erfahren die Kinder am 31. Oktober alles Wissenswerte über das Leben, Aussehen und Verhalten einheimischer und fremder, großer und kleiner Spinnen. Und natürlich finden sie auch heraus, warum Spinnen gar nicht zum Fürchten sind!

Die Kinder haben die Möglichkeit Spinnen unter dem Mikroskop zu erforschen, sie können Spinnen und Spinnennetze basteln und Kürbisse spinnenmäßig dekorieren. Als besonderes Highlight erwartet alle eine echte Vogelspinne im Terrarium.

Wir freuen uns auf gruselig verkleidete Besucher!

 

Termin: Montag, 31. Oktober 2016

10.00 – 12.00 Uhr (8 – 11 Jahre) oder 14.00 – 16.00 Uhr (12 – 14 Jahre)

Treffpunkt: LBV- Vogel- und Umweltstation,

Masurenweg 19, 93128 Regenstauf

Leitung: Dr. Katrin Kunz

Kosten: jeweils 5 EUR pro Kind und Veranstaltung, zzgl. Kürbis (je nach Größe 1-5 EUR, bitte bei Anmeldung bestellen!)

 

Anmeldung bitte bis zum 28.10.2016

Ansprechpartner für Rückfragen:

Dr. Katrin Kunz, LBV- Vogel- und Umweltstation in Regenstauf

Telefon: 09402 – 7899570

Email: bfd-oberpfalz@lbv.de


10 Jahre Neubau des LBV-"Vogelkrankenhaus"

Und die Umweltstation feiert mit beim Tag der offenen Tür

(19.09.2016) - Am  Wochenende hat die LBV-Vogelauffangstation einen runden "Geburtstag" begangen: vor zehn Jahren wurde der Neubau am Masurenweg eröffnet. Im Rahmen eines Tags der offenen Tür wurde dieses Jubiläum nun gemeinsam mit unserer Umweltstation besonders gefeiert.

 

Auch die Mittelbayerische Zeitung berichtete im Vorfeld über das Jubiläum in der Vogelstation. Hier noch ein weiterer Bericht vom 21.09.2016 über den Tag der offenen Türe.

Bilder vom großen Festtag

Begrüßung der Gäste durch den Leiter des LBV-Zentrums, Christoph Bauer; Foto S. Peuser
LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer spricht zu den Ehrengästen; Foto S. Peuser
Schon am Vormittag herrschte reger Betrieb; Foto Ch. Bauer
Kunstaktion: die Gäste malen ein großes Vogelbild, Foto S. Peuser
Unter den Gästen: MdL Margit Wild (zweite links stehend), Bürgermeister Siegfried Böhringer (daneben sitzend) und Stv. Landrat Willy Hogger (rechts sitzend); Foto S. Peuser
Spannender Moment: Gleich darf der Turmfalken losfliegen; Foto Ch. Bauer
Falkner Ferdinand Baer informiert über seinen Patienten...: Foto S. Peuser
..., der von Stv. Landrat Willy Hogger freigelassen wird; Foto S. Peuser
Die Besucher testen ihr Wissen; Foto S. Peuser
Das Spannweitenspiel bot so manchen "ha-Effekt"; Foto S. Peuser
Beim Spannweitenspiel gilt es, die richtigen Vögel einer bestimmten Spannweite zuzuorden, Foto S. Peuser
Die Besucher genossen die besondere Stimmung in Regenstauf; Foto LBV Oberpfalz
Im Laufe des nachmittags füllte sich das Vogelgemälde zusehends und findet nun seinen Platz in den Volierengängen; Foto S. Peuser
Sehr beliebt war wie immer auch die Tombola; Foto S. Peuser
Zum Schluss wurden die Gewinner des Vogelstationsquiz ausgelost; Foto S. Peuser

Unser Freizeittipp: Geocaching beim LBV

30.08.2016 - Was tun in den großen Sommerferien? Vielleicht einmal eine digitale Schatzsuche probieren? Die LBV-Umweltstation bietet für Gruppen ab ca. zehn Personen ein besonders Event: Geocaching rund um Regenstauf. 

 

Auch TV Aktuell hat unser Angebot auf dem Schlossberg getestet und für gut befunden. Eine runde Sache, nicht nur in den Ferien.

>>> hier gehts zum Beitrag in der Mediathek von TVA 


Seniorenkreis Regenstauf im LBV-Zentrum

Die Besucher vom Seniorenkreis Regenstauf; Foto S. Peuser
Und mittendrin unser Bundesfreiwilliger Max; Foto S. Peuser

21.07.2016 - Der Seniorenkreis Regenstauf unter Leitung von Marktgemeinderätin Paula Wolf besuchte heute die Vogel- und Umweltstation des LBV am Masurenweg. Zunächst stärkten sich die Besucher bei und selbstgebackenem Kuchen. Danach stellte die Umweltpädagogin Sigrid Peuser die Arbeit der drei LBV-Einrichtungen Bezirksgeschäftsstelle, Umweltstation und Vogelstation vor.

 

Sie ging auf die Schwerpunkte der LBV-Projekte in der Oberpfalz ein: Ein großer Arbeitsschwerpunkt des Naturschutzverbandes ist die Sicherung von Lebensräumen  gefährdeter Tiere und Pflanzen durch Ankauf und Pacht; so erhält der Naturschutzverband in der Oberpfalz mehr als 700 Hektar Biotopflächen mit Vorkommen gefährdeter Pflanzen- und Tierarten wie zum Beispiel dem Schwarzstorch, der Kreuzotter und der Küchenschelle.

Ebenso wichtig ist die Öffentlichkeitsarbeit, bei der der Naturschutzverband auf die Situation der heimischen Tier- und Pflanzenwelt aufmerksam macht und um Mithilfe bittet. Beispiele hierfür sind die Rückkehr der großen Beutegreifer Luchs und Wolf und die Problematik der Umweltkriminalität: die illegale Tötung geschützter Tierarten wie z.B. Luchs, Greifvögel und Eulen wurde in der Vergangenheit von der Polizei nicht adäquat untersucht und die Täter so gut wie nie ermittelt; der LBV setzt sich hier für die Einrichtung spezieller Ermittlerteams ein. 

 

Sigrid Peuser gab einen Überblick über die Bildungsarbeit der LBV-Umweltstation Regenstauf -  jährlich bietet das Team mehr als 400 Veranstaltungen zu den verschiedensten Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. In der anschließenden Diskussion bedauerten mehrere Teilnehmer, dass das Wissen über die Natur in der Bevölkerung so stark zurückgeht und sich Kinder und Jugendliche der Natur immer mehr entfremden, weshalb die Umweltbildung einen hohen Stellenwert habe. Einen praktischen Einblick in die Mikrokosmos-Veranstaltungen bekamen die Seniorinnen und Senioren beim Mikroskopieren von Pflanzen im Labor der Umweltstation.

Abschließend besuchten sie  die Greifvogelpflege- und –auffangstation, die seit 2006 am Masurenweg beheimatet ist.

Die Arbeit der LBV-Vogel- und Umweltstation stieß auf großes Interesse, und die Organisatorinnen des Seniorenkreises kündigten an,  in Zukunft das gesamte Angebotsspektum der Umweltstation nutzen.


Besuch der Montessori-Schule Regensburg

Der Weißstorch als Botschafter zwischen Europa & Afrika

Wie geht´s dem Nachwuchs? Besuch am Regenstaufer Storchenhorst, Foto LBV

Das neue Modul der Umweltbildungsstation Regenstauf  „Der Weißstorch als Botschafter zwischen Europa und Afrika“ besuchten die SchülerInnen der „Mäuseklasse“ der Montessori-Schule Regensburg, mit Frau Jutta Fischer. Das Modul wurde in dieser Form zum ersten Mal an der Umweltstation durchgeführt und stieß auf begeisterte Resonanz.

 

Zunächst besuchten die Kinder das Regenstaufer Storchennest  in der Nähe der Umweltstation, wo gerade ein Storchenpaar seine zwei Jungen großzieht. Mit dem Spektiv konnten die schönen Vögel „ganz nah“ betrachtet werden.

Wie lebt der Weißstorch - Einführung durch Sigrid Peuser, Foto LBV
Wie leben die Menschen in Afrika und Europa? Foto LBV
Die Kinder erschließen gemeinsam das Thema; Foto LBV
Die Ergebnisse der Gruppenarbeit werden einander vorgestellt; Foto J. Fischer
Welche Botschaft gibt uns der Storch mit auf den Weg? Foto LBV
Wasser tragen - spielerisch begeben sich die Schüler für einen Moment in den Alltag afrikanischer Kinder; Foto J. Fischer
Foto LBV
 

Danach führte Diplom-Biologin Sigrid Peuser mit einer Reihe von Fotos aus dem Leben des Weißstorches in unserer Heimat in die Beschäftigung mit dem Tier ein.

In Kleingruppen mit jeweils drei oder vier Kindern wurden dann von den SchülerInnen selbst die Inhalte anhand verschiedener gruppenspezifischer Text- und Bildmaterialien erarbeitet. Einige beschäftigten sich mit der Lebens- und Nahrungsweise des Weißstorches selbst. Bei der Jungenaufzucht und auch bei dem Zug nach Afrika ist er vielen Gefahren und Risiken ausgesetzt, die meist vom Menschen und der Landwirtschaft ausgehen.

Andere Gruppen setzten sich mit der Lebenssituation der Menschen in den Verbreitungsgebieten des Storches auseinander. Er fungiert so quasi als Botschafter zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Welten. Einige von ihnen verglichen den eigenen Tagesablauf mit dem eines achtjährigen Mädchens aus Tansania.

 

Nach einer kurzen Pause stellten die neun Kleingruppen ihre gewonnenen Erkenntnisse den (sehr interessierten!) MitschülerInnen vor. Als Anschauungsobjekte standen z.B. lebende Wanderheuschrecken, ein Hauptnahrungsmittel des Storches in Afrika, sowie ein Strommast mit verschiedenen Sicherungen für Vögel gegen einen tödlichen Stromschlag (an denen sich die Vögel häufig tödlich verletzen) zur Verfügung.

Die Kinder formulierten anschließend Botschaften des Weißstorches an den Menschen, in denen die ökologische und soziale Verantwortung des Menschen gegenüber der Umwelt und seinen Mitmenschen zum Ausdruck kommt. So forderte der Storch zum Beispiel auf, die Meere vor Plastikmüll zu retten – riet aber auch „mehr Heuschrecken zu essen“, denn diese seien „voll lecker.“

Während der Präsentation der Ergebnisse auf der Terrasse der Umweltstation konnte als besonderes Highlight die Ankunft von fünf Jungstörchen aus der Auffangstation des Zoos Nürnberg beobachtet werden. Diese werden in der LBV-Vogelstation noch einige Wochen verbringen, um dann in der Nähe in die Freiheit entlassen zu werden.

 

Zum Schluss versuchten sich die Kinder beim „Wassertragen“, bei dem sie, in zwei Gruppen geteilt, versuchten, einen Wassereimer möglichst schnell und ruhig auf dem Kopf durch einen Parcours zu tragen – lautstark angefeuert von ihren Teammitgliedern. 


Familienfeier an der Umweltstation

Gäste bauen gemeinsam ein Nest bei Taufe

02.07.2016 - Für den Nachmittag nach der Taufe ihres Sohnes hatte sich die Familie Heyne ein besonderes Programm ausgedacht:

Gemeinsam bauten die Gäste ein Nest an der Vogel- und Umweltstation. So wurde der Taufspruch für ihren Sohn aus erlebbar: "Geborgen sein wie in einem Nest".

Als weiteres Rahmenprogramm besuchte die Familie die Vogelstation und erkundete den Lebensraum Luft. Erwachsene und Kinder widmeten sich den Frage, mit Hilfe welcher Anpassungen Vögel die Schwerkraft überwinden können. Im Mikrokosmos-Labor untersuchten sie Federn mit Hilfe von Binokularen und erkundeten die Geheimnisse des geräuschlosen Flugs von Eulen. 

Der Täufling und "sein" Nest; Foto S. Peuser
Gemeinsam bastelten Groß und Klein... (Foto LBV)
... und hatten dabei sehr viel Spaß; Foto S. Peuser
Danach stärkten sich alle bei Kaffee und Kuchen (Foto LBV)
Zum Schluss ging es noch zu einer Führung durch die Vogelstation; Foto S. Peuser
... zu sehen gab es junge Mauersegler, die vom LBV-Team aufgezogen wurden; Foto S. Peuser

Seminar "Rettet die Welt"

FOS-BOS Schwandorf diskutiert Nachhaltigkeitsstrategien

Bild Ch. Bauer

(30.06.2016) Eine Gruppe von  Schülern der Fachoberschule/Berufsoberschule Schwandorf besuchte Ende Juni die Umweltstation des LBV in Regenstauf, um im Rahmen ihres Seminars „Rettet die Welt“ den Landesbund für Vogelschutz kennenzulernen.

 

Sigrid Peuser begrüßte die Gruppe mit einem kurzen Überblick über die Aktivitäten des LBV in der Oberpfalz:

Der LBV versucht,  als Naturschutzverein so viel wie möglich zur „Rettung der bayerischen Tier- und Pflanzenwelt“ beizutragen. Dies geschieht insbesondere  durch Ankauf und Pacht von Lebensräumen gefährdeter Arten, durch Stellungnahmen zu Eingriffen in die Natur, und durch die Umweltbildungsarbeit des Naturschutzverbandes. Der Naturschutzverband informiert im Rahmen seiner Bildung für nachhaltige Entwicklung über das Spannungsfeld zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialen Themen und sucht mit den Teilnehmern der Veranstaltungen gemeinsam nach Lösungsansätzen.

Im Detail wurde an drei Vogelarten dargestellt, wie die Weltwirtschaft ihre Überlebenschancen beeinflusst. Jan Reichow, Bundesfreiwilliger und Stieglitzexperte an der Umweltstation, zeigte in einem Kurzreferat die Situation des „Vogels des Jahres 2016“, des Stieglitzes auf. Der Stieglitz leidet u.a. sehr unter der von den Weltmarktpreisen gesteuerten Intensivierung und Zerstörung des Grünlandes in Bayern. Sigrid Peuser erläuterte dann die Faktoren, die für  die Bestände der Zugvögel Weißstorch und Gartenrotschwanz gefährlich sind: Intensivierung der Landwirtschaft in Afrika, insbesondere Pestizideinsatz gegen verschiedene Insektenarten und der sich ständig ausweitende und extrem pestizidintensive Baumwollanbau in den Überwinterungsgebieten.

 

Die Seminarteilnehmer diskutierten dann, welche Einflussmöglichkeiten sie selbst haben, um die Bestände dieser drei beispielhaften Tierarten stabilisieren zu helfen. Ziemlich schnell war man sich einig, dass es sinnvoll und sehr einfach ist, im eigenen Garten dem Stieglitz mit „wilden Ecken“ mit Gräsern und Stauden, die auch über den Winter stehenbleiben, zu helfen. Schwieriger, aber auch wichtig ist es, die Kommunen anzuhalten, die eigenen Flächen naturfreundlicher zu bewirtschaften.

Bei den landwirtschaftlichen Entwicklungen in Afrika (Pestizide gegen Kalamitäten von Wanderheuschrecken und afrikanischem Heerwurm, großflächiger konventioneller  Baumwollanbau) sah es wesentlich komplizierter aus. Es kristallisierten zwei wesentliche Handlungsfelder heraus: soweit es möglich ist, Baumwolle aus Bioanbau zu kaufen, hilft, den Pestizideinsatz zu vermeiden, die Böden zu schonen und wegen der Mischkultur auch die Nahrungsmittelproduktion nicht zu beeinträchtigen.

Zwei Bilder der unterschiedlichen Konsumgewohnheiten einer Großfamilie aus Mali und einer vierköpfigen deutschen Familie regten an, sich mit den eigenen Konsumgewohnheiten im Allgemeinen auseinanderzusetzen: Was konsumiere ich mit welcher Motivation? Mehrere Schüler sahen den Gruppendruck als wichtigste Ursache für das Kaufverhalten, wie z.B. bei dem Zwang, das neueste Handy zu besitzen oder den neuesten Wagen zu fahren. Eine Schüler stellte sich und seinen Mitschülern die Frage: Warum kaufe ich mir eine 11. Jeans? Am Beispiel von Baumwollkleidung betrachteten die Schüler ihr eigenes Konsumverhalten in Bezug auf Kleidung: Gruppenzwänge, „cool“ zu sein, Markenkleidung zu besitzen, immer neue moderne Kleidungsstücke anzuschaffen – das führt dazu, dass sich die Deutschen jedes Jahr 40-70 Kleidungsstücke anschaffen. Für jedes T-Shirt werden große Pestizidmengen verspritzt und in den wasserarmen Ländern große Wassermengen verbraucht. Die Jugendlichen schätzten ihre eigenen Kleiderbestände ebenso hoch wie die des deutschen Durchschnittsbürgers ein: ca. 300 Einzelteile besitzt dieser. Diese Zahlen machten nachdenklich.

 

Abschließend wurde noch erörtert, wie es möglich ist, auf die politischen Rahmenbedingungen des Welthandels Einfluss zu nehmen. Welche Rolle spielt der Einzelne? Soll man sich engagieren, wenn es einem selbst noch verhältnismäßig gut geht? Milchpreise auf dem Weltmarkt, TTIP, CETA, Fracking –  sich zu informieren ist aufwendig, aber die Schüler waren sich einig, dass ein Einsatz für die Erhaltung demokratischer Strukturen nicht einfach,  aber wichtig ist, um eine nachhaltigere Entwicklung zu ermöglichen und demokratische Strukturen zu erhalten.

Die 11. Klasse der FOS-BOS Schwandorf; Foto Ch. Bauer
Einführungsvortrag von Sigrid Peuser; Foto Ch. Bauer

10 Jahre Qualitätssiegel Umweltbildung.Bayern

LBV beim Familientag im Oberpfälzer Freilandmuseum

(05.06.2016) - Am ersten Junisonntag fand die große Feier zum 10jährigen Jubiläum des Qualitätssiegels Umweltbildung.Bayern statt. Die LBV-Umweltstation Regenstauf war bei der Großveranstaltung im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen dabei.

Neben der Einrichtung in Regenstauf, stellten sich auch die Kollegen vom LBV-Zentrum Mensch und Natur (Nößwartling) sowie elf weitere Umweltbildungseinrichtungen im Bezirk sowie das Bayerische Umweltministerium vor.

 

Die Umweltstation Regenstauf beteiligte sich mit einem Aktions-Stand zu den Themen Mikrokosmos Hecke und Gewässer bei der Stempelrallye. Mit dem Spinnennetzspiel konnten ökologische Zusammenhänge spielerisch erlebt werden. Trotz unbeständigen Wetters kamen mehrere hundert Besucher an den Stand und machten bei den Aktionen mit. Sie informierten sich über das Angebot der Umweltstation und konnten einen Einblick in die faszinierende Welt des Gewässermikrokosmos und der Bionik gewinnen.

Eindrücke vom Familientag

... befand sich an der historischen Rauberweihermühle
... die Unterwaserwelt unter dem Lichtmikroskop ist faszinierend
Birgit Simmeth vom LBV erklärt die Funktion der Binos
Sigrid Peuser im Gespräch mit MR Dr. Christoph Goppel, Referatsleiter Umweltbildung / Bildung für nachhaltige Entwicklung, am Umweltministerium

Regierungspräsident Bartelt besucht den LBV

(19.05.2016) - Regierungspräsident Axel Bartelt besuchte heute die Vogel- und Umweltstation des LBV in Regenstauf, wo er vom Stv. Landesvorsitzenden Prof. Dr. Hans Leppelsack begrüßt wurde. 

 

 Das LBV-Zentrum beherbergt neben der Vogelauffangstation die staatlich anerkannte Umweltstation sowie die Bezirksgeschäftsstelle für die Oberpfalz. Christoph Bauer, Leiter der Gesamteinrichtung, stellte in seiner Begrüßung die Arbeit des Naturschutzverbandes in der Oberpfalz und die Umweltbildungsschwerpunkte des LBV vor. Dabei wurde deutlich, wie viele Berührungspunkte es mit der Bezirksregierung gibt.

 

Der Regierungspräsident dankte den Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern des LBV für Ihre ausgezeichnete Arbeit für den Natur- und Umweltschutz, den engagierten Bundesfreiwilligen, deren Arbeit unverzichtbar ist, und dem stellvertretenden Bürgermeister Hans Dechant für die Unterstützung der Einrichtung durch den Markt Regenstauf.

Im Anschluss durfte der Regierungspräsident, der von Bereichsleiterin Dr. Angelika Regner-Hutter begleitet wurde,  den "Lebensraum Luft" erkunden. Unter dem Lichtmikroskop konnten die Gäste den Aufbau von Vogelfedern erforschen. Umweltpädagogin Sigrid Peuser zeigte, wie sich Vögel optimal auf die Lebensbedingungen zwischen Himmel und Erde eingestellt haben. 

 

Ferdinand Baer, Träger des Bayerischen Tierschutzpreises 2015, führte die Besucher durch das Vogelkrankenhaus, in dem letztes Jahr rund 800 Tiere versorgt wurden. Dabei stellte er auch die skandalösen Fälle von misshandelten oder vergifteten Greifvögeln vor, mit denen die Station immer wieder konfrontiert ist. Regierungspräsident Bartelt sagte seine Unterstützung im Kampf gegen die Umweltkriminalität zu.

 

Zum Abschluss des Besuches durfte ein Mädchen einen wieder genesenen Bussard in die Freiheit entlassen. „An den interessierten Gesichtern der Kinder und auch der Besuchergruppe habe ich gesehen, dass dieses praxisbezogene Lernen hier in der Umwelt- und Vogelstation uns und unsere Kinder mehr dazu erzieht, nachhaltig mit den Tieren und Pflanzen umzugehen, als dies theoretisches Wissen je vermitteln kann.

Diese Einrichtung in Regenstauf ist eine wahre Bereicherung für die Oberpfalz und für ganz Bayern“, betonte Regierungspräsident Axel Bartelt. 

 

 

Eindrücke vom Besuch des Regierungspräsidenten

Christoph Bauer stellt das LBV-Zentrum vor; Foto LBV Oberpfalz
Stv. LBV-Vorsitzender Prof. Leppelsack, Bereichsleiterin Dr. Regner-Hutter, Regierungsprsident Bartelt und Stv. Bürgermeister Dechant (v.li.) Foto Regierung der Oberpfalz
Ferdinand Baer führt durch das Vogelkrankenhaus; Foto: Ch. Bauer
Kurz vor der Freilassung wird ein Bussard beringt; Foto: Ch. Bauer
... welcher Vogel hat welche Flügelspannweite? Foto Ch. Bauer
Regierungsprsident Bartelt mit Sigrid Peuser, Foto Regierung der Oberpfalz
Freilassung des Bussards; Foto: Regierung der Oberpfalz
Mäusebussard; Foto Regierung der Oberpfalz

Modellprojekt: "Schulkompass Ostbayern"

Mit dem Exkursionsführer Europas Naturschätze entdecken

Das Regental bei Hirschling ist ein europäisches Natura2000-Schutzgebiet; Foto Ch. Stierstorfer

(Mai 2016) - Seit fast 25 Jahren gibt es „Natura2000“ - ein europäisches Schutzgebietsnetz von Lappland bis Sizilien, von den Azoren bis ins Baltikum. Was den Naturschutzverbänden teuer und wichtig, ist dem Großteil der Bevölkerung meist unbekannt. Dabei liegen diese Naturjuwelen praktisch vor der eigenen Haustüre.

 

Der Schulkompass Ostbayern möchte besonders jungen Menschen die Einmaligkeit der Natura2000-Gebiete näherbringen und sie für deren Erhalt begeistern. Er ist als Aktionsleitfaden gestaltet und bietet den Lehrkräften aller Schularten eine praxisnahe Handreichung für den Unterricht im „grünen Klassenzimmer“.

Der Exkursionsführer kann in der LBV-Umweltstation Regenstauf ausgeliehen werden.

 

Auch unser Mitgliedermagazin "Vogelschutz" berichtet über das Umweltbildungs-Modellprojekt. 


Osterferienprogramm mit Rekordbeteiligung

Rund 150 Kinder entdecken die Natur bei elf Veranstaltungen

(05.04.2016) - Beim diesjährigen Osterferienprogramms des Markt Regenstauf erwiesen sich die Angebote der LBV-Umweltstation als Besuchermagnet. Bei elf verschiedenen Aktionen war die Auswahl so groß wie noch nie. So konnten die Kinder spannende und informative Expeditionen in verschiedene Lebensräume machen  und mit den unterschiedlichsten  Naturmaterialen arbeiten. „Fast alle Kurse waren ausgebucht“, freut sich Sigrid Peuser von der Umweltstation des Landesbundes für Vogelschutz (LBV): „Neben der spielerischen Erforschung von Natur und dem Umgang mit Naturstoffen standen kreative Gestaltung und Gruppenerlebnis im Vordergrund.“

 

Wie in den Vorjahren suchten die Kinder bei der GPS-Ostereiersuche mit Satellitenunterstützung nach Verstecken in der Umgebung der LBV-Umweltstation. Sie besuchten die verletzten Vögel in der LBV-Auffangstation für Greifvögel und Eulen. Mit heimischen Farbstoffen aus der Natur wie Holunder, Zwiebel oder Rote-Beete färbten sie Ostereier, die in einem selbstgefertigten Nest aus Gras und Moos mit nach Hause genommen werden konnten. Der lange Weg der Flusskiesel vom Gebirge bis ins Regental wurde nachvollzogen und ein Spiel aus den bunt bemalten Kieseln gefertigt. Mit selbstgesuchten Wildkräutern stellten die Kinder eine Salbe her.

„ Am Gründonnerstag haben wir gemeinsam Wildkräuter für eine Suppe und eine Lasagne gesammelt, die die Kinder selbst zubereiteten“, erzählt Max Vandrey, Bundesfreiwilliger beim LBV in Regenstauf. „ Die meisten Kräuter schmeckten allen Kindern, nur bei der Knoblauchsrauke schieden sich die Geister“, fügt er augenzwinkernd hinzu.

Erstmalig mit dabei waren auch der Bau von Bumerangs und Musikinstrumenten. Die Kinder fertigten aus einem Rohling einen flugfähigen Sportbumerang. Die Kinder fanden heraus, mit welchem Werkzeug und welcher Technik sie den Bumerang am besten formen können und dass sie in der Lage sind, aus einem einfachen Stück Sperrholz ein tolles Sportgerät zu formen. Jan Reichow, der zweite Bundesfreiwillige an der Umweltstation,  zeigte ihnen anschließend die Wurftechnik. „Mit etwas Übung kommt der Bumerang so präzise zurück, dass man ihn wieder fangen kann“.

Beim den Musikinstrumenten konnten die Kinder wählen zwischen dem Bau einer Dosengitarre, Klanghölzern oder Panflöten.

 

>>> Wer Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit oder am Bundesfreiwilligendienst beim LBV/Vogel- und Umweltstation Regenstauf hat, kann sich unter 09402-7899570 melden.

Fotos (4): S. Peuser
Fotos (4): S. Peuser
Ob die neuen Bumerangs auch fliegen? Sie tun es!
Meise und Co. finden ein neues Zuhause

Aquarium mit heimischen Fischen wiederbelebt

Das neu eingerichtete Aquarium
Das neu eingerichtete Aquarium
Üppige Wasserpflanzen
Üppige Wasserpflanzen
links im Bild: ein Bitterling
links im Bild: ein Bitterling
Ein Schwarm Nasen; Fotos (4): J. Krüger
Ein Schwarm Nasen; Fotos (4): J. Krüger

Nachdem das Aquarium der Umweltstation schon längere Zeit ungenutzt leer stand, war man sich einig, dass es wieder seinen Zweck erfüllen und mit heimischen Fischen belebt werden soll.

 

Damit es ein Blickfang wird, war man sich über einen neuen Standort einig. Mit vereinten Kräften war das doch große Aquarium mit den Maßen  200 cm x 70 cm x 70 cm schnell von A nach B geschoben.

Nun konnte losgelegt werden. Nach der Innenreinigung wurden zwei Filter eingebracht. Einer dient als Schnellfilter zur groben Reinigung des Wassers, der zweite ist zur biologischen Filterung vorgesehen. Dieser Filter baut mit Hilfe der aeroben Bakterien giftige Schadstoffe, wie Ammonium/Ammoniak, Nitrit, in weniger schädliche Stoffe wie Nitrat um (sog. Denitrifikation). Diese entstehen  durch  Ausscheidungen der Fische und absterbende Pflanzenteile.

 

Zur Dekoration wurden Kies, Moorkienwurzeln und große Kieselsteine eingebracht. Dann konnte das Wasser eingefüllt werden.

Nach  4 – 6 Wochen war das Aquarium „eingefahren“ und die ersten Bewohner zogen ein. Dies waren acht Nasen, zehn Elritzen und fünf Bitterlinge sowie drei Teichmuscheln. Um das Ganze abzurunden, wurden auch Pflanzen eingebracht.

Leider hat der lang anhaltende heiße Sommer nicht nur die natürlichen Gewässer stark erwärmt, sondern auch unser Aquarium. Die hohen Temperaturen bis teilweise 30 Grad Celsius wurden von einigen Bewohnern nicht ausgehalten.

 

Wir freuen uns, wenn das neue Aquarium große und kleine Besucher der Umweltstation begeistert und zum Kennenlernen heimischer Fischarten beiträgt. 

 

Text: Robert Spängler

 

Anmerkung: Herzlichen Dank an Robert Spängler von der LBV-Kreisgruppe Regensburg, der das Aquarium mit großem Engagement betreut.

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