LBV klagt gegen Neubau der Kreisstraße NEW21 bei Mantel

Foto: Christoph Bauer
Foto: Christoph Bauer

Hilpoltstein, 24.06.2020 – Der LBV hat Klage gegen den Neubau der Kreisstraße NEW21 im oberpfälzischen Markt Mantel beim Verwaltungsgericht Regensburg eingereicht.

Mitte Mai 2020 hatte die Regierung der Oberpfalz den Planfeststellungsbescheid für den Bau der Ortsumgehung Mantel erlassen. Die knapp 840 Meter lange Trasse durchschneidet das europäische Naturschutzgebiet Haidenaab-Aue. Im Bereich der geplanten Straße befinden sich auch Vorkommen des streng geschützten Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings, einer in Bayern besonders seltenen Schmetterlingsart. „Der Bescheid für den Bau der Ortsumgehung Mantel weist erhebliche naturschutzfachliche Mängel auf“, begründet Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV die Klage seines Verbands. „So wurde die von den Naturschutzbehörden geforderte Prüfung zu Auswirkungen der Trasse auf die Vorkommen des Ameisenbläulings nicht vorgenommen."

 

>>> Pressemitteilung des LBV


BN und LBV kritisieren geplantes Baugebiet Sulzbach-Ost:

„Landschaftsschutzgebiet im Otterbachtal erhalten, vorhandene Flächen im Ort nutzen!“

(27.11.2019) - Am kommenden Montag, 02. Dezember, soll der Umweltausschuss des Kreistags den Weg frei machen für das geplante Baugebiet östlich von Sulzbach an der Donau. Die Kommunalpolitiker entscheiden darüber, ob wieder einmal Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet Regensburg genommen werden sollen.

 

Noch bevor der Kreistag überhaupt einen Beschluss fassen konnte, hat die Marktgemeinde Donaustauf bereits mit der Auslegung des Bebauungsplanes begonnen. Die Öffentlichkeit hat bis 30. Dezember die Möglichkeit, die Pläne einzusehen und Stellung zu beziehen (http://www.donaustauf.de/aktuelles/alle-meldungen/bebauungsplan-sulzbach-ost/).

 

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Bund Naturschutz (BN) lehnen eine Bebauung ins Otterbachtal hinein entscheiden ab. „Das ist ein völlig falsches Signal der Kommunalpolitik. Der Flächenfraß und die Zersiedelung im Landkreis nehmen immer weiter zu“, sagt Christoph Bauer, Bezirksgeschäftsführer des LBV in der Oberpfalz.

„Die Region braucht endlich einen Entwicklungsplan für Mobilität, Siedlungsentwicklung, Umwelt und Natur; sozusagen einen ´Zukunftsplan´. Dieser ist dringend notwendig und sollte mit breiter bürgerschaftlicher Beteiligung entstehen“, so Raimund Schoberer, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Regensburg.

 

>>> Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung

>>> Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung vom 30.11.2019

Der Markt Donaustauf will im Otterbachtal ein Baugebiet ausweisen (auf Höhe der Ausfahrt Sulzbach-Ost); Foto Ch. Bauer
Dabei stehen mehrere Hektar Wohnbauflächen in der Ortsmitte zur Verfügung; Foto Ch. Bauer
Fotos (5): Christoph Bauer
Fotos (5): Christoph Bauer
Blick von der Staatsstraße; Foto Ch. Bauer
Das neue Baugebiet würde in der Bildmitte enden (Blick zum Thiergarten); Foto Ch. Bauer
 

Amazonien-Synode: Wie geht es weiter für Kirche und Umwelt?

LBV beim Regensburger Studientag am 24.11.2019

Foto: Bistum Regensburg
Foto: Bistum Regensburg

(28.11.2019) - Genau einen Monat nach dem Ende der Amazoniensynode in Rom konnte das Bistum Regensburg am Sonntag, 24. November mit MISEREOR-Chef Pirmin Spiegel einen der deutschsprachigen Synodenteilnehmer im Kulturzentrum Leerer Beutel begrüßen und zu diesem weltkirchlichen Ereignis befragen. Christoph Bauer von der LBV-umweltstation Regenstauf war als Gesprächsteilnehmer auf dem Podium dabei.

Die Umweltbeauftragte des Bistums, Beate Eichinger, hat die Anliegen der Amazonien-Synode beim monatlichen Vortragsabend in der LBV-Umweltstation im September 2019 vorgestellt.

 

Der Hauptreferent Pirmin Spiegel berichtete, dass in den drei Wochen der Synode auch die Hoffnung spendenden Dimensionen des Lebens in Amazonien in den weltkirchlichen Fokus gerückt wurden. Die teilnehmenden Vertreter der Indigenen sowie die dort lebenden Bischöfe konnten zeigen, welch wichtige Aufgabe Kirche in solchen sozialen und ökologischen Spannungen hat. Viele Gemeinden und offizielle Repräsentanten stehen klar auf der Seite der Armen und Benachteiligten, sie setzen sich politisch sowie mit Bildungsmaßnahmen und juristischem Beistand ein gegen gewinnzentrierte Megaprojekte des Raubbaus an Natur und Menschen.

In der Vorbereitungsphase der Synode wurden ca. 87.000 Menschen in einem breit angelegten Dialogprozess gehört. Ihre Hoffnungen und Erwartungen bilden die Basis der Synoden-Agenda. Allein diese Würdigung hat das Selbstbewusstsein gerade der Indigenen sehr gestärkt. Das Zuhören und Achten auf die alltägliche Lebenssituation, die aktive Teilhabe aller Interessierten und die synodalen Entscheidungsprozesse können auch uns in Europa inspirieren für eine zukunftsfähige Gestaltung unseres Zusammenlebens. Amazonien kann uns Mut machen für den Transformationsprozess hin zu einer öko-sozial gerechten Gesellschaft, in der die Kirche ihre Rolle als Anwältin der Ausgegrenzten und Bedrohten erfüllt.

Vier Vertreter von unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Gruppen auf der Bühne und Wortbeiträge aus dem Publikum brachten konkrete Handlungsperspektiven aus der Realität des Bistums Regensburg in das Gespräch mit Pirmin Spiegel ein:

Christoph Bauer vom Landesbund für Vogelschutz empfiehlt sich als Bündnispartner beim Schutz der Umwelt, Klara Wirthensohn wirbt für die Fairsuchungs-Schokolade aus wilden Amazonas-Kakaobohnen als Beispiel für lokale Projekte des Fairen Handels, Reinhold Birner weist auf die zu erwartende Zunahme von Klimaflüchtlingen hin, die junge Studentin Nathaly Puerto aus Kolumbien wünscht sich für einen besseren Zusammenhalt der verschiedenen Bevölkerungsgruppen die Unterstützung der Kirche.

 

Text und Bild: Bistum Regensburg

>>> Weitere Informationen


Regensburger Werner-von-Siemens-Gymnasium ist beste LBV-Sammelschule in der Oberpfalz

Foto: Andreas Tröger
Foto: Andreas Tröger

(25.07.2019) - Bei der diesjährigen Naturschutzsammelwoche des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) konnte das Werner-von-Siemens-Gymnasium Regensburg ein Spitzenergebnis erzielen: insgesamt 4.877 EUR wurden von den Schülerinnen und Schülern gesammelt. Insgesamt haben sich 20 Klassen von der 5. bis zur 10. Jahrgangsstufe beteiligt. Damit ist das Gymnasium an der Brennesstraße die beste Sammelschule in der Oberpfalz. Die Klasse 5d war besonders fleißig. Hier kamen alleine 716 EUR zusammen.

Das Siemens-Gymnasium unterstützt seit vielen Jahren die Sammlung des Naturschutzverbandes. Christoph Bauer, Leiter der LBV-Bezirksgeschäftsstelle in Regenstauf, bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern für ihren großartigen Einsatz. Er übergab Schulleiter Dr. Berthold Freytag und Biologie-Lehrerin Birgit Bensinger eine Dankesurkunde sowie einen Scheck für ein Schulprojekt.

Mit dem Erlös aus der Spendensammlung wird unter anderem der Umweltbildung im LBV zu Gute.


Exkursion: Wanderung in der Weltenburger Enge, 08.02.2019

Frühlingsgefühle bei den Eulen

Bild: Dieter Hopf / LBV-Archiv
Bild: Dieter Hopf / LBV-Archiv

Frühlingsgefühle mitten im Winter? Auch wenn es heuer bislang ein milder Winter ist, der Frühling ist noch weit weg und allenfalls durch ein paar Sonnenstrahlen tagsüber zu erahnen. In der Nacht ist es oft noch ziemlich kalt. Und dennoch – auch bei Minusgraden können Frühlingsgefühle herrschen, zumindest, wenn man eine Eule ist. Denn von Februar bis März ist die Balz bei Eulen und Käuzen in vollem Gange. Laut werben die geheimnisvollen Nachtgreifvögel in der beginnenden Dämmerung um die Gunst der Partner.

 

Da heißt es am Freitag also Ohren aufsperren, wenn der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. unter Leitung von Dr. Christian Stierstorfer und Christoph Bauer zu einer Winterwanderung in die Weltenburger Enge einladen, um den „Königen der Nacht“, dem Uhu, zu lauschen. Vielleicht ruft ja auch der Waldkauz, die Eule, die in Gruselfilmen ganz oft zu hören ist. Begleitet werden sie von Franziska Jäger, Gebietsbetreuerin Weltenburger Enge. Während der Waldkauz relativ häufig in unseren Wäldern zu finden ist, ist der Uhu sehr selten. Zur Aufzucht seiner Jungen ist er auf Felsnischen, wie sie im Altmühl- und Donautal in den steilen Felswänden vorkommen, angewiesen. Mit einer Körpergröße von bis zu 70 cm und einer Flügelspannweite bis 180 cm ist der Uhu unsere größte heimische Eule. So eindrucksvoll wie seine Körpermaße ist auch sein tiefer, langgezogener Ruf, der ihm seinen Namen gegeben hat, und zwar nicht nur den deutschen, sondern auch den Wis­senschaftlichen (Bubo bubo).

 

Mit etwas Glück werden die Teilnehmer die abendlichen Stimmen hören können und auf jeden Fall eine Menge über die Jäger der Nacht erfahren. Beginn der 1,5-stündigen Veranstaltung ist am Freitag, den 08.02.2019 um 16.30 Uhr bei der Infoplattform an der Schiffsanlegestelle Donau in Kelheim.

 

Bitte an festes Schuhwerk sowie warme Kleidung denken und, falls vorhanden, Ferngläser mitbringen.

Spenden sind erbeten!


Demo: "Mia ham´s satt" in München

Gemeinsame Zugfahrt ab Regensburg

Eine Woche vor der Landtagswahl wollen wir für unsere Naturschutzanliegen auf die Straße gehen!

 

Wir fahren am Samstag, dem 6. Oktober, zur landesweiten Großdemo "Mir ham´s satt" in München. Der LBV ist dort einer der Mitveranstalter.

Doch während der Wahlkampf nur allzu oft von populistischen Tönen beherrscht wird, hat die Staatsregierung auch eine wesentliche Verantwortung für den Schutz der bayerischen Natur und Landschaft. Dafür wollen wir eine Woche vor der Wahl ein Zeichen setzen.

Ziele der Demo sind:

  1. Nachhaltige Landwirtschaft statt Agrarfabriken
  2. Schutz der Heimat statt Flächenfraß
  3. Keine dritte Startbahn am Flughafen München

Es ist eine gemeinsame Zugfahrt ab Regensburg Hbf geplant. Dazu wollen wir Gruppentickets für die Teilnehmer kaufen.

Abfahrt Regensburg: 8.44 Uhr / Gleis 9 

Ankunft Regensburg: 16.06 Uhr 

Anmeldung erforderlich bei Christoph Bauer (oberpfalz@lbv.de) bis 05.10. 

 

Infos zur Demo: https://www.miahamssatt.de


Natur Natur sein lassen - im Sperrgebiet

Exkursion zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr

(02.07.2018) - Der U.S.-Truppenübungsplatz in Grafenwöhr war Ziel einer Exkursion des LBV am Freitag, 29. Juni 2018. Nur mit einer Sondergenehmigung war es möglich in das Sperrgebiet zu kommen. Die beiden Exkursionsleiter Frau Kastl-Meier und Herr Lab von der Umweltabteilung der Standortverwaltung führten die LBV-Gruppe durch den Tag. Die Teilnehmer wurden nicht enttäuscht: abseits der Schießbahnen und militärischen Anlagen gab es Natur pur zu entdecken.

 

Erster Besichtigungspunkt war ein Weiher am Thumbach. Dort wurde eine Fischaufstiegshilfe errichtet und das Gewässer renaturiert. Bei einem kurzen Spaziergang entlang der Bachaue entdeckten die Naturfeunde zoologische Besonderheiten wie den Kaisermantel oder einen Eisvogel - auch eine Schmetterlingsart heißt wie der schillernde Vogel.

Später ging es in die trockenen Bereiche des Übungsplatzes, wo großflächige Heideflächen vorhanden sind. Diese müssen von Hand immer wieder von anfliegendem Bewuchs durch Birken oder Kiefern befreit werden.

Der Schwarzenberg mit rund 550 Meter Höhe die höchste Erhebung im Truppenübungsplatz war der nächste Haltepunkt. Dort erfuhren die LBV-Freunde viel über die Geologie und die frühere Nutzung von Erzen in dem Gebiet. Durch den Übungsplatz läuft auch die Europäische Wasserscheide. Der westliche Teil ist vom Kalkgestein (Jura) beeinflusst, während im Osten saure Silikate hervortreten.

Hier kamen auch die Ornithologen auf ihre Kosten: Seeadler und Baumfalke glitten über die so genannte Impact-Area Alpha, der "Todeszone", in der scharf geschossen wird.

 

Der Besuch auf einem aufgelassen Friedhof bei Hopfenohe sorgte auch für nachdenkliche Momente auf der Exkursion. Im Zuge der Erweiterung des 1909 errichteten Übungsplatzes wurden 1938 nochmals zahlreiche Ortschaften abgesiedelt. Einmal im Jahr können die früheren Bewohner auf das Gelände kommen und die Gräber der Angehörigen besuchen.

Der letzte Halt führte zur Wüstung Beilenstein. Noch heute sind dort uralte Obstbäume vorhanden. Diese zum Teil sehr seltenen Sorten werden für den Erhalt regionaltypischer Sorten verwendet.

Der markante Felsen, der der Siedlung den Namen gab, ist umgeben von hochwertigsten Trockenrasen in denen es vor Insekten nur so wimmelte.

 

Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr ist 230 Quadratkilometer groß. Von Osten nach Westen erstreckt er sich über 20 Kilometer Länge und von Norden nach Süden über 12 Kilometer Breite. Er gehört der Bundesrepublik Deutschand und wird von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) betreut. Neben den U.S.-Truppen nutzen auch die Bundeswehr sowie andere NATO-Partner und andere Länder das Gelände. Der Standort ist der größte Übungsplatz der U.S.-Army außerhalb der Vereinigten Staaten.

 

 

Bilder von der Exkursion

Fischaufstiegshilfe am Thumbach; Bild: Ch. Bauer
Erster Exkursionspunkt: Weiher am Thumbach; Bild: Ch. Bauer
Ein Eisvogel muss nicht nur blau schillernd sein; Ch. Bauer
Rund 50 Personen nahmen an der Exkursion teil; Bild: Ch. Bauer
Exkursionsleiterin Cäcilia Kastl-Meier und Philipp Lab von der U.S.-Umweltabteilung; Bild Ch. Bauer
Heidelandschaft im Übungsplatz; Bild: Ch. Bauer
Die Flächen müssen regelmäßig offen gehalten werden; Bild: Ch. Bauer
Blick vom Schwarzenberg nach Norden in die "Impact Area Alpha"; Bild Ch. Bauer
Aufgelassener Friedhof der früheren Ortschaft Haag; Bild: Ch. Bauer
Einer der zahlreichen noch vorhandenen Keller. Sie sind Winterquartier für Fledermäuse; Bild: Ch. Bauer
Felsformation Beilenstein; Bild: Ch. Bauer
Die Spuren der früheren Siedlung Beilenstein erkennt man an den uralten Apfelbäumen; Bild: Ch. Bauer
Bilder (13): Christoph Bauer
Bilder (13): Christoph Bauer
 
 

Naturschönheiten entlang der Donau

Schiffsexkursion am Freitag, 15. Juni 2018

(18.06.2018) - Die Landschaft um Regensburg ist ein uralter Kulturraum. Schon die Römer haben sich am nördlichsten Punkt der Donau wohlgefühlt und ihre Spuren hinterlassen. Doch auch Flora und Fauna beherbergen hier wahre Schätze in einem Gebiet, in dem sich verschiedenste Naturräume treffen. Die großen unzerschnittenen Wälder an den Ausläufern des Bayerischen Waldes sind Heimat seltener Tiere und Pflanzen. Die Donau ist nicht nur für den Menschen eine Lebensader.

Mehr als genug Gründe, einmal die Naturschönheiten der Donau aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten. Gemeinsam mit Schifffahrt Klinger aus Regensburg hat der LBV zu dem naturkundlichen Nachmittag eingeladen.

Die Exkursion wurde von Dr. Christian Stierstorfer (LBV Niederbayern) und Christoph Bauer sowie Dr. Magdalena Schneider (LBV Oberpfalz) begleitet. Schon nach wenigen hundert Metern konnten die Teilnehmer einen blau schimmernden Eisvogel am Ufer entlang flitzen sehen. Auf Höhe der Almer Grube bei Tegernheim waren Mittelmeer- und Lachmöwen zu sehen. Von der Walhalla ließ sich schließlich auch noch ein Nachtreiher blicken.

Beim Aufstieg zur Walhalla haben die Naturbegeisterten viel Informatives über die Baugeschichte und die Landschaft rund um das 1842 eröffnete Nationalmonument erfahren.

  

Die Fahrt auf der Donau startete nahe der Steinernen Brücke; Bild: Christoph Bauer
Blick von der Burgruine Donaustauf über die Walhallalandschaft und den Ausläufern des Bayerischen Waldes; Foto: Ch. Stierstorfer
Die Walhallau auf dem Bräuberg zwischen Donaustauf und Sulzbach; Bild: Christoph Bauer
Unmittelbar östlich des Walhalla-Ensembles könnte die TenneT-Stromautobahn SuedOStLink verlaufen. Die Trasse würde mitten durch die Donauleiten mit dem FFH-Gebiet und dem Bannwald führen; Bild: Christoph Bauer
Die Exkursion führte bis nach Demling; Bild: Christoph Bauer
Die Walhallalandschaft mit dem Scheuchenberg. Er erhebt sich 250 Meter über der Donau und ist mit seinem extrem trockenen Eichen-Hainsimsenwald eine botanische Rarität! Bild: Christoph Bauer

10 Jahre Neubau des LBV-"Vogelkrankenhaus"

Und die Umweltstation feiert mit beim Tag der offenen Tür

(19.09.2016) - Am  Wochenende hat die LBV-Vogelauffangstation einen runden "Geburtstag" begangen: vor zehn Jahren wurde der Neubau am Masurenweg eröffnet. Im Rahmen eines Tags der offenen Tür wurde dieses Jubiläum nun gemeinsam mit unserer Umweltstation besonders gefeiert.

 

Auch die Mittelbayerische Zeitung berichtete im Vorfeld über das Jubiläum in der Vogelstation. Hier noch ein weiterer Bericht vom 21.09.2016 über den Tag der offenen Türe.

Bilder vom großen Festtag

Begrüßung der Gäste durch den Leiter des LBV-Zentrums, Christoph Bauer; Foto S. Peuser
LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer spricht zu den Ehrengästen; Foto S. Peuser
Schon am Vormittag herrschte reger Betrieb; Foto Ch. Bauer
Kunstaktion: die Gäste malen ein großes Vogelbild, Foto S. Peuser
Unter den Gästen: MdL Margit Wild (zweite links stehend), Bürgermeister Siegfried Böhringer (daneben sitzend) und Stv. Landrat Willy Hogger (rechts sitzend); Foto S. Peuser
Spannender Moment: Gleich darf der Turmfalken losfliegen; Foto Ch. Bauer
Falkner Ferdinand Baer informiert über seinen Patienten...: Foto S. Peuser
..., der von Stv. Landrat Willy Hogger freigelassen wird; Foto S. Peuser
Die Besucher testen ihr Wissen; Foto S. Peuser
Das Spannweitenspiel bot so manchen "ha-Effekt"; Foto S. Peuser
Beim Spannweitenspiel gilt es, die richtigen Vögel einer bestimmten Spannweite zuzuorden, Foto S. Peuser
Die Besucher genossen die besondere Stimmung in Regenstauf; Foto LBV Oberpfalz
Im Laufe des nachmittags füllte sich das Vogelgemälde zusehends und findet nun seinen Platz in den Volierengängen; Foto S. Peuser
Sehr beliebt war wie immer auch die Tombola; Foto S. Peuser
Zum Schluss wurden die Gewinner des Vogelstationsquiz ausgelost; Foto S. Peuser

Regierungspräsident Bartelt besucht den LBV

(19.05.2016) - Regierungspräsident Axel Bartelt besuchte heute die Vogel- und Umweltstation des LBV in Regenstauf, wo er vom Stv. Landesvorsitzenden Prof. Dr. Hans Leppelsack begrüßt wurde. 

 

 Das LBV-Zentrum beherbergt neben der Vogelauffangstation die staatlich anerkannte Umweltstation sowie die Bezirksgeschäftsstelle für die Oberpfalz. Christoph Bauer, Leiter der Gesamteinrichtung, stellte in seiner Begrüßung die Arbeit des Naturschutzverbandes in der Oberpfalz und die Umweltbildungsschwerpunkte des LBV vor. Dabei wurde deutlich, wie viele Berührungspunkte es mit der Bezirksregierung gibt.

 

Der Regierungspräsident dankte den Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern des LBV für Ihre ausgezeichnete Arbeit für den Natur- und Umweltschutz, den engagierten Bundesfreiwilligen, deren Arbeit unverzichtbar ist, und dem stellvertretenden Bürgermeister Hans Dechant für die Unterstützung der Einrichtung durch den Markt Regenstauf.

Im Anschluss durfte der Regierungspräsident, der von Bereichsleiterin Dr. Angelika Regner-Hutter begleitet wurde,  den "Lebensraum Luft" erkunden. Unter dem Lichtmikroskop konnten die Gäste den Aufbau von Vogelfedern erforschen. Umweltpädagogin Sigrid Peuser zeigte, wie sich Vögel optimal auf die Lebensbedingungen zwischen Himmel und Erde eingestellt haben. 

 

Ferdinand Baer, Träger des Bayerischen Tierschutzpreises 2015, führte die Besucher durch das Vogelkrankenhaus, in dem letztes Jahr rund 800 Tiere versorgt wurden. Dabei stellte er auch die skandalösen Fälle von misshandelten oder vergifteten Greifvögeln vor, mit denen die Station immer wieder konfrontiert ist. Regierungspräsident Bartelt sagte seine Unterstützung im Kampf gegen die Umweltkriminalität zu.

 

Zum Abschluss des Besuches durfte ein Mädchen einen wieder genesenen Bussard in die Freiheit entlassen. „An den interessierten Gesichtern der Kinder und auch der Besuchergruppe habe ich gesehen, dass dieses praxisbezogene Lernen hier in der Umwelt- und Vogelstation uns und unsere Kinder mehr dazu erzieht, nachhaltig mit den Tieren und Pflanzen umzugehen, als dies theoretisches Wissen je vermitteln kann.

Diese Einrichtung in Regenstauf ist eine wahre Bereicherung für die Oberpfalz und für ganz Bayern“, betonte Regierungspräsident Axel Bartelt. 

 

 

Eindrücke vom Besuch des Regierungspräsidenten

Christoph Bauer stellt das LBV-Zentrum vor; Foto LBV Oberpfalz
Stv. LBV-Vorsitzender Prof. Leppelsack, Bereichsleiterin Dr. Regner-Hutter, Regierungsprsident Bartelt und Stv. Bürgermeister Dechant (v.li.) Foto Regierung der Oberpfalz
Ferdinand Baer führt durch das Vogelkrankenhaus; Foto: Ch. Bauer
Kurz vor der Freilassung wird ein Bussard beringt; Foto: Ch. Bauer
... welcher Vogel hat welche Flügelspannweite? Foto Ch. Bauer
Regierungsprsident Bartelt mit Sigrid Peuser, Foto Regierung der Oberpfalz
Freilassung des Bussards; Foto: Regierung der Oberpfalz
Mäusebussard; Foto Regierung der Oberpfalz

UN-Dekade Biodiversität: Ministerin Scharf zeichnet Markt Tännesberg aus

(03.06.2015) - Hoher Besuch in Tännesberg: die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf hat heute die Marktgemeinde Tännesberg als Projekt der UN-Dekade für Biodiversität ausgezeichnet. Die internationale Staatengemeinschaft will so die Vielfalt der Arten in den Fokus rücken und Lebensräume besser schützen. Nicht zuletzt sollen die Bürger stärker für die Natur begeistert werden. 

 

Unter dem Motto "Natur.Vielfalt.Tännesberg" ist die Kommune im Landkreis Neustadt/Waldnaab bayernweite Modellgemeinde für Biodiversität. Auch der Landesbund für Vogelschutz engagiert sich hier seit vielen Jahren. Die Renaturierung des Kainzbachtales ist ein hervorragender Beleg dafür, wie aus einem eintönigen Fichtenforst innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne eine artenreiche Wiese voller Leben entstehen kann. 

Bei einer Exkursion konnte sich die Ministerin selbst ein Bild vom Erfolg des LBV-Projektes machen.

Ausgezeichnet von der UN - der Markt Tännesberg mit seinen Partnern; StMin Scharf (2.v.l.), LBV-Vorsitzender  Dr. Norbert Schäffer (5. v.r.); Foto: Christoph Bauer
Vor 20 Jahren noch ein Fichtenforst - Exkursion ins Kainzbachtal; Foto Ch. Bauer
Projektmanagerin Gabi Schmidt stellt das LBV-Projekt Kainzbachtal vor; Fotos Christoph Bauer

Forschungsprojekt zur Renaturierung von Mooren vorgestellt

(03.06.2015) - Das Forschungsprojekt "Effizienkontrolle von Moorenaturierung in Bezug auf den Klimawandel" wurde heute der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bei einem Pressetermin in Friedenfels (Lkr. Tirschenreuth) unterstrich die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz,  Ulrike Scharf, die hohe Bedeutung intakter Moore für Klima und Artenvielfalt. Moore sind die wichtigsten Kohlenstoffspeicher weltweit. An dem vom Umweltministerium geförderten Projekt war neben der TU München (Lehrstuhl für Renaturierungsökologie) auch der Landesbund für Vogelschutz beteiligt.

 

Im Forstbetrieb des Freiherrn von Gemmingen-Hornberg wurden ehemalige Moorstandorte wieder naturnah umgestaltet. Dazu wurden Entwässerungsgräben verschlossen, standortfremde Bäume entnommen und Kleinstgewässer angelegt. Gleichzeitig erfolgte eine Effizienkontrolle auf diesen sowie auf Flächen im Fichtelgebirge, die bereits 2011 renaturiert wurden. 

Sichtbar wird der Erfolg dieser Maßnahmen durch die Wiederansiedlung von Arten wie Kreuzotter und Moorlibellen. Diese sind durch den Klimawandel besonders betroffen. 

 

Am Rande der Veranstaltung übergab Landesvorsitzender Dr. Norbert Schäffer eine garantiert torffreie LBV-Naturschutzerde an die Ministerin. Er warb für die Aktion "Gärtnern ohne Torf - denn Torf gehört ins Moor". Mit dieser Kampagne möchte der Naturschutzverband gerade bei Hobbygärtnern klimaschonende Alternativen zur Verwendung von Torf aufzeigen.

 

>>> Die Erde ist auch bei der LBV-Bezirksgeschäftsstelle in Regenstauf erhältlich!

Ministerin Ulrike Scharf bei der Vorstellung des Projektes; Foto: Christoph Bauer
Übergabe eines Schecks an die Projektpartner; Foto Ch. Bauer
LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer; Foto Ch. Bauer
Wollgras ist eine typische Moorpflanze; Foto Ch. Bauer
LBV-Aktion "Gärtnern ohne Torf"; Foto: Christoph Bauer
 

Bezirksversammlung Oberpfalz 2015

Bei der Bezirksversammlung werden zwei Habichte freigelassen, Foto: J. Krüger
Bei der Bezirksversammlung werden zwei Habichte freigelassen, Foto: J. Krüger

(21.03.2015) Zur diesjährigen Bezirksversammlung trafen sich Aktive und Vorstandsmitglieder aus allen Oberpfälzer Kreisgruppen in der Vogel- und Umweltstation Regenstauf. Das Treffen dient vor allem dem Informationsaustausch untereinander.

 

Eine der Schwerpunkte in diesem Jahr war die Vorstellung von LBV-Leuchtturmprojekten in den Landkreisen. Konkret ging es um die Vils-Allianz (Amberg-Sulzbach), die bayerisch-tschechische Zusammenarbeit in Cham, den Feuersalamander (Neustadt-Wn.), das Kletterkonzept in Stadt und Landkreis Regensburg sowie um die Langwiedteiche (Schwandorf) und Morrenaturierungen in Tirschenreuth.

 

Am Mittag stand die LBV-Aktion "Gärtnern ohne Torf" im Mittelpunkt. Gärtnermeister Hans Streicher von der Kreisgruppe Landsberg erläuterte die große Bedeutung von Mooren für Artenschutz und Weltklima. Der LBV bietet deshalb heuer eine eigene forffreie Gartenerde in Bioqualität an. Die Erde ist in der LBV-Bezirksgeschäftsstelle Regenstauf erhältlich. Der 7,5-Liter-Sack kostet 3,20 EUR; davon gehen jeweils 50 cent in Moorschutzprojekte des LBV.

In seinem Workshop stellte Falkner Ferdinand Baer verschiedene Formen von Verletzungen an Greifvögeln vor. Im Anschluss wurden noch zwei junge Habichte frei gelassen.


Deutsche Ornithologen-Gesellschaft an der LBV-Vogel- und Umweltstation

07.10.13 - Vom 2. bis 7. Oktober tagte in Regensburg die Deutsche Ornithologische Gesellschaft. Zahlreiche interessante Vorträge z. B. zum Thema „Die Auswirkung erneuerbarer Energien, insbesondere von Windkraftanlagen auf die Vogelwelt“ waren Teil des Programms, ebenso Exkursionen. Eine davon führte an die LBV Vogel- und Umweltstation in Regenstauf. Der fachliche Leiter der Vogelstation, Ferdinand Baer, begrüßte zusammen mit Dr. Christian Stierstorfer, Leiter der Gesamteinrichtung,  ca. 20 Gäste. Diesen wurden die Vogelstation, Umweltstation und  Bezirksgeschäftsstelle mit ihren Arbeitsschwerpunkten vorgestellt. Höhepunkt war die gemeinsame Freilassung eines Fischadlers, der einige Tage zuvor als verletztes Tier gebracht wurde, mittlerweile aber wieder genesen war.

Die Exkursionsteilnehmer
Die Exkursionsteilnehmer
Der Fischadler wird nach seiner Genesung wieder freigelassen ...
... und zieht seine ersten Runden.

Mit dem Seeadler für den Erhalt des Teichlbergs

Seeadler (F: Tunka)
Seeadler (F: Tunka)

03.05.13 - Über 50 Teilnehmer nahmen am 1. Mai 2013 an einer Exkursion am Großen Teichlberg im Landkreis Tischenreuth/Oberpfalz teil. Zusammen mit dem LBV Landesvorsitzenden Ludwig Sothmann setzten sie ein wichtiges Zeichen zum Erhalt der einmaligen Naturwälder. Obwohl sie unter strengem Schutz stehen, droht nach wie vor eine Erweiterung des Steinbruches weit in die Schutzzonen hinein. Als Sothmann mit seiner Rede begann, ließ sich ein Seeadler auf einem der großen umstehenden Bäume nieder. >> Warum der Teichlberg geschützt werden muss.


Erfahrungsaustausch: "Elektrozäunung beim Großen Brachvogel"

23.10.12 - Thema des Treffens waren Möglichkeiten des Schutzes der Brachvogelbestände. Eine derzeit in etlichen Fällen erprobte Schutzmaßnahme ist die Zäunung von Gelegen, um sie vor Wildschweinen und Füchsen zu schützen. Experten aus ganz Bayern diskutierten die Wirksamkeit dieser Schutzstrategie. Sie erschien geeignet, Restbestände in suboptimalen Lebensräumen kurzfristig zu stabilisieren.

Brachvogel (Bild Andreas Hartl)
Brachvogel (Bild Andreas Hartl)
Zäunung für den Großen Brachvogel
Zäunung für den Großen Brachvogel
Brachvogelbrutgebiet im Lkr. Regensburg
Brachvogelbrutgebiet im Lkr. Regensburg
Brachvogelei
Brachvogelei

Expertentreffen: Zugvögel

19.10.12 - Das Treffen diente zur Ermittlung (Lokalisierung, Abgrenzung, Bewertung) bedeutender Rastgebiete in der Oberpfalz. Während die (aquatischen) Rastgebiete für Wasservögel wohl hinreichend gut bekannt sind, sind unsere Kenntnisse über Rastgebiete von Wat-, Schreit- und Greifvögeln sowie Gänsen (terrestrisch) bislang lückenhaft. Für die einzelnen oberpfälzer Landkreise wurden bei dem Treffen weitere Rastgebiete abgegrenzt und die Kontaktdaten weiterer lokaler Experten für weitere Recherchen erhoben.

Von links nach rechts: Simone Brettner, Rebekka Eichenseer, Markus Schmidbauer, Sabine Reil, Josef Gerl, Wolfgang Nerb, Hermann Stickroth, Hermann Rank, Franz Wartner, Gerd Horn, Sebastian Biele, Heribert Mühlbauer, , Richard Schlemmer, Armin Vidal, Peter Zach, Sigrid Peuser, Rudi Tändler, Evelyn Babl
Von links nach rechts: Simone Brettner, Rebekka Eichenseer, Markus Schmidbauer, Sabine Reil, Josef Gerl, Wolfgang Nerb, Hermann Stickroth, Hermann Rank, Franz Wartner, Gerd Horn, Sebastian Biele, Heribert Mühlbauer, , Richard Schlemmer, Armin Vidal, Peter Zach, Sigrid Peuser, Rudi Tändler, Evelyn Babl
© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
zum Anfang
Mitglied werden
LBV Naturshop
LBV QUICKNAVIGATION