Der besonders geschütze Blaue Laufkäfer kommt im geplanten Gewerbegebiet vor
Der besonders geschütze Blaue Laufkäfer kommt im geplanten Gewerbegebiet vor

"Natur kann man nicht verschieben!" LBV-Pressemitteilung zu Gewerbegebiet Teublitz

01.10.2020 - Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) stemmt sich weiter vehement gegen das geplante Gewerbegebiet an der Autobahnausfahrt Teublitz. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung gab der LBV Mitte August eine umfangreiche Stellungnahme zu den Planungen ab. „Derartige Planungen müssen der Vergangenheit angehören. In Teublitz spielen der Erhalt der Natur und der Schutz des Klimas offenbar keine Rolle. Das ist angesichts der dramatischen Entwicklungen unserer Zeit ein schlimmes Signal über die Region hinaus“ sagt Christoph Bauer, Leiter der LBV-Bezirksgeschäftsstelle.

Der LBV kritisiert den drohenden Verlust von 20 Hektar Wald, in dem viele geschützte Tiere leben. Mit eigenen Erhebungen haben LBV-Mitarbeiter z. B. Bergmolche, Waldeidechsen, Waldschnepfen und geschützte Laufkäfer nachgewiesen, und dies den Planern und Behörden gemeldet. „Viele dieser Arten belegen den hohen naturschutzfachlichen Wert dieses Waldes, und dass es eben kein 08/15-Wald ist, wie oft behauptet wird“ sagt Dr. Christian Stierstorfer, Waldreferent des LBV.

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Stellungnahme des LBV im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung (August 2020)

Trasse der geplanten Straße bei Mantel
Trasse der geplanten Straße bei Mantel

LBV klagt gegen Neubau der Kreisstraße NEW21 bei Mantel

Hilpoltstein, 24.06.2020 – Der LBV hat Klage gegen den Neubau der Kreisstraße NEW21 im oberpfälzischen Markt Mantel beim Verwaltungsgericht Regensburg eingereicht.

Mitte Mai 2020 hatte die Regierung der Oberpfalz den Planfeststellungsbescheid für den Bau der Ortsumgehung Mantel erlassen. Die knapp 840 Meter lange Trasse durchschneidet das europäische Naturschutzgebiet Haidenaab-Aue. Im Bereich der geplanten Straße befinden sich auch Vorkommen des streng geschützten Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings, einer in Bayern besonders seltenen Schmetterlingsart. „Der Bescheid für den Bau der Ortsumgehung Mantel weist erhebliche naturschutzfachliche Mängel auf“, begründet Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV die Klage seines Verbands. „So wurde die von den Naturschutzbehörden geforderte Prüfung zu Auswirkungen der Trasse auf die Vorkommen des Ameisenbläulings nicht vorgenommen."

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Gewerbegebiet im Staatswald bei Teublitz. Katatstrophales Signal: 20 Hektar totale Vernichtung

23.04.2020 - Dürre seit Wochen, die Wälder sind in ernsthafter Gefahr, so die einhellige Meinung bei Experten. Nur noch wenige Wälder mit guter Wasserversorgung sind derzeit intakt, z. B. am Fuße des Schwarzen Berges bei Teublitz (Landkreis Schwandorf). Quellaustritte und kleine Wasserläufe versorgen diesen Wald mit ausreichend Lebenselixier, selbst in trockenen Jahren.

Genau dieser Wald soll nun in ein Gewerbegebiet umgewandelt werden, mit anderen Worten: 20 Hektar totale Vernichtung.

Dazu hat der Landesbund für Vogelschutz (LBV) bereits umfangreiche Stellungnahmen verfasst, siehe „Flächenfraß im Städtedreieck“ auf der Seite https://schwandorf.lbv.de/berichte-und-informationen.html. Der sogenannte „Ferienausschuss“ des Teublitzer Stadtrates beschloss am gestrigen Mittwoch (22.04.2020) die „Billigung der Planunterlagen für die öffentliche Auslegung“ für dieses Gewerbegebiet.

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Fortschreibung des Regionalplans. Städtedreieck will ökologischen Vorrang streichen lassen

04.02.2020 - Derzeit wird der Regionalplan Oberpfalz-Nord fortgeschrieben. Bei dem geplanten Vorrang für ökologische Belange, nimmt das Städtedreieck eine knallharte Position ein: „Dieses Ziel ist ersatzlos zu streichen“ heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof und Teublitz. Der Planungsverband Oberpfalz Nord lehnt dies glücklicherweise ab.

Dass das Städtedreieck in Sachen Naturschutz und Ökologie alles andere als ein Musterschüler ist, zeigt sich in vielen zerstörerischen Projekten und Planungen (Umgehungsstraße durch die Teublitzer Weiher, Gewerbegebiet im Wald am Schwarzen Berg, und viele weitere Projekte).

Doch auch beim Regionalplan setzen sich Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof und Teublitz gegen den Schutz von Natur und Umwelt ein. In der 29. Änderung des Regionalplanes Oberpfalz Nord für das Kapitel „Allgemeine Entwicklung, Raumstruktur und Zentrale Orte“ wird ein Ziel des Landesentwicklungsprogrammes umgesetzt. Darin heißt es: „Bei Konflikten zwischen Raumnutzungsansprüchen und ökologischer Belastbarkeit ist den ökologischen Belangen Vorrang einzuräumen, wenn eine wesentliche und langfristige Beeinträchtigung der natürlichen Lebensgrundlagen droht.“

In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern die Gemeinden im so genannten Städtedreieck: „Dieses Ziel ist ersatzlos zu streichen“.

„Als ich das gelesen habe, konnte ich es kaum fassen“, sagt Christoph Bauer, Leiter der LBV-Bezirksgeschäftsstelle Oberpfalz.

Er beschäftigte sich in den vergangenen Wochen mit der Fortschreibung des Regionalplanes zu den Kapiteln Bodenschätze und Siedlungsstruktur, die bis vor kurzem öffentlich auslag. Dabei studierte er auch die Stellungnahmen von Behörden, Verbänden und Kommunen, in der es u. a. um Ökologie und Naturschutz geht.

Hintergrund für die knallharte Forderung des Städtedreiecks ist, dass man offenbar Angst um die Verwirklichung der Umgehungsstraße hat, sollten ökologische Belange in Zukunft Vorrang haben. Mit Verweis auf das „laufende Raumordnungsverfahren“ drohen die drei Städte sogar „gegen diesen Passus Rechtsmittel einzulegen“.

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BN und LBV kritisieren geplantes Baugebiet Sulzbach-Ost: „Landschaftsschutzgebiet im Otterbachtal erhalten, vorhandene Flächen im Ort nutzen!“

27.11.2019 - Am kommenden Montag, 02. Dezember, soll der Umweltausschuss des Kreistags den Weg frei machen für das geplante Baugebiet östlich von Sulzbach an der Donau. Die Kommunalpolitiker entscheiden darüber, ob wieder einmal Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet Regensburg genommen werden sollen.

Noch bevor der Kreistag überhaupt einen Beschluss fassen konnte, hat die Marktgemeinde Donaustauf bereits mit der Auslegung des Bebauungsplanes begonnen. Die Öffentlichkeit hat bis 30. Dezember die Möglichkeit, die Pläne einzusehen und Stellung zu beziehen (http://www.donaustauf.de/aktuelles/alle-meldungen/bebauungsplan-sulzbach-ost/).

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Bund Naturschutz (BN) lehnen eine Bebauung ins Otterbachtal hinein entscheiden ab. „Das ist ein völlig falsches Signal der Kommunalpolitik. Der Flächenfraß und die Zersiedelung im Landkreis nehmen immer weiter zu“, sagt Christoph Bauer, Bezirksgeschäftsführer des LBV in der Oberpfalz.

„Die Region braucht endlich einen Entwicklungsplan für Mobilität, Siedlungsentwicklung, Umwelt und Natur; sozusagen einen ´Zukunftsplan´. Dieser ist dringend notwendig und sollte mit breiter bürgerschaftlicher Beteiligung entstehen“, so Raimund Schoberer, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Regensburg.

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Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung vom 30.11.2019...