LBV fordert Baustopp für Dämmplattenwerk Grafenwöhr - Eklatante Rechtsverstöße

26.11.2021 - Der LBV hat heute beim Landratsamt Neustadt/Waldnaab einen unverzüglichen Baustopp für das geplante Dämmplattenwerk in Grafenwöhr-Hütten beantragt. Nach Kenntnis des LBV wurde bereits mit vorbereitenden Bauarbeiten durch die Firma Ziegler GROUP begonnen,

obwohl erforderliche rechtliche Genehmigungen noch nicht vorliegen. Der LBV

befürchtet negative Auswirkungen für mehrere angrenzende europäische Schutzgebiete

und darin vorkommende seltene Vogelarten. „Wir können solche eklatanten Rechtsverstöße nicht dulden. Ein Unternehmen, das mit Ökologie und Nachhaltigkeit wirbt, sollte erst recht Rücksicht auf zwingende Naturschutzbelange nehmen und gesetzliche Vorgaben einhalten“, fordert der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.

Im Zuge der geplanten Errichtung eines Dammplattenwerks wurden durch die Ziegler GROUP mehrere gesetzliche Vorgaben missachtet. „Die Rodung des Waldes an diesem Standort war rechtswidrig, da eine erforderliche spezielle artenschutzrechtliche Prüfung nicht durchgeführt wurde und keine Rodungsgenehmigung nach Art. 9 BayWaldG vorlag“, so der LBV-Vorsitzende. 

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LBV-Resolution: Stoppt den Verkauf von Staatswald für Gewerbegebiete!

Die Delegierten des LBV haben am 23.10.2021 auf ihrer diesjährigen Versammlung in Amberg mit großer Mehrheit eine Resolution für den Erhalt von öffentlichen Wäldern beschlossen.

 

Anlässlich der immer stärker auftretenden Klimaveränderungen und der wachsenden Flächenversieglung fordert das höchste Gremium des LBV, öffentliche Wälder im Eigentum von Bund, Freistaat und Kommunen nicht mehr für Industrie- und Gewerbegebiete zu opfern. „Der Staatswald in Bayern gehört nicht irgendjemandem, er gehört allen Bürgerinnen und Bürgern und somit auch dir und mir. Und ich will nicht, dass in meinem Wald irgendein Gewerbegebiet gebaut wird“, so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.

 

Der LBV wird sich deshalb in Zukunft noch stärker dafür einsetzen, dass die Verantwortlichen in Regierung und Parlamenten, insbesondere die Bayerische Staatsregierung, keine Bundes- und Staatswaldflächen mehr für neue Industrie- und Gewerbeflächen veräußern dürfen. Das Gleiche gilt für Wälder von Kommunen und Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Bebauungsplan für Gewerbegebiet Teublitz unwirksam

06.10.21 – Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat heute den Bebauungsplan für das umstrittene Gewerbegebiet Teublitz für unwirksam erklärt. Der bayerische Naturschutzverband LBV hatte im Mai Normenkontrollklage gegen das geplante Vorhaben an der Autobahn A93 im Landkreis Schwandorf eingereicht, da es 20 Hektar artenreichen Klimaschutzwald unnötig vernichtet hätte. Gestern hat in München die mündliche Verhandlung zum Bebauungsplan auf der Staatswaldfläche stattgefunden. Der VGH teilte heute auf Anfrage des LBV mit, dass „der Bebauungsplan unwirksam ist“. Eine Urteilsbegründung des Gerichts folgt. „Das ist ein guter Tag für unsere bayerische Heimat. Nun warten wir noch auf die genaue Urteilsbegründung“, so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. Das VGH-Urteil sieht der LBV als einen weiteren juristischen Fingerzeig für mehr Umwelt- und Naturschutz in Bayern. Der LBV erwartet, dass Staatsregierung und Landtag dem Verkauf der Staatswaldflächen nun nicht mehr zustimmen.

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LBV klagt gegen Gewerbegebiet im Staatswald bei Teublitz

Der ungezügelte Flächenfraß ist eines der drängendsten Umweltprobleme in Bayern. Besonders gravierend ist das geplante 21 Hektar große Gewerbegebiet an der Autobahn A93 bei Teublitz im Landkreis Schwandorf. Die Staatswald-Fläche gehört dem Freistaat Bayern. Der LBV sieht in dem Vorhaben einen bayernweiten Präzedenzfall und hat deshalb heute Klage beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht.

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"Giga-Factory“ bei Tirschenreuth gefährdet Artenvielfalt - LBV lehnt Pläne für Holzhausfabrik im Moorwald ab

Hilpoltstein, 30.03.21 –Der Flächenfraß ist eines der drängendsten Umweltprobleme in Bayern. Immer mehr Gewerbeflächen werden vor allem in Wäldern ausgewiesen. Besonders gravierend ist die geplante 37 Hektar große „Giga-Factory“ im Stadtwald von Tirschenreuth. Dort sollen jährlich 3.000 Holzhäuser produziert werden. Der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer hat bei einem Ortsterminauf die enormen Eingriffe in den Moorwald hingewiesen. „Was hier entstehen soll, ist mit der Bewahrung der Schöpfung nicht vereinbar“, empört sich Schäffer. „Hier wird das Tafelsilber des bayerischen Naturschutzes verschleudert“, so der LBV-Vorsitzende weiter.

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Teublitz: NEIN zu Gewerbegebiet im Staatswald

Am 18. Februar 2021 hat der Teublitzer Stadtrat den Satzungsbeschluss für ein Gewerbegebiet an der A93 (Ausfahrt Teublitz) gefasst.

Dafür sollen 20 Hektar Staatswald gerodet werden. Die Sitzung wurde von großem Protest begleitet. Mehr als 150 Menschen haben mit Bannern und Sambatrommeln ihren Widerstand gegen die Planung deutlich gemacht.

Ihre Forderung: Kein Verkauf von Staatswald!

Die Stadt Teublitz ist nach wie vor nicht Eigentümer der Fläche, sondern der Freistaat. Der LBV und andere Verbände fordern seit Langem den Verkauf von Staatswäldern für Gewerbegebiete zu stoppen.

Sie sind keine kommunale Verfügungsmasse. Dies hat auch der erfolgreiche Bürgerentscheid in Weiden eindrucksvoll gezeigt.

In Teublitz sind noch viele Fragen aus Sicht des Artenschutzes oder hinsichtlich der hydrologischen Verhältnisses ungeklärt. 

Die Stadt hat auf Nachfrage eingeräumt, dass sie auch Anfragen von Autohofbetreibern erhalten habe. 

Soll dafür der Wald aller Bürger*innen verramscht werden?!

 

Stadtrat von Teublitz stimmt für Gewerbegebiet an der A93 | BR24

 

Die Presseinformation des LBV zur Stadtratssitzung am 18.02.2021 finden Sie hier...

 

Alle bisherigen Stellungnahmen des LBV zu der Planung finden Sie hier:

www.schwandorf.lbv.de


Walderhalt in Weiden-West: LBV freut sich über klares Votum zum Erhalt des Waldes

Weiden, 15.02.2021 – Das geplante Gewerbegebiet West IV in Weiden i.d. Oberpfalz wäre ein drastisches Beispiel für ungebremsten Flächenverbrauch und ein bayernweites Negativbeispiel für fortschreitende Naturzerstörung. Bis zum 14. Februar konnten die Menschen in Weiden in der Oberpfalz über die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes Weiden-West in einem Bürgerentscheid abstimmen (Hier geht es zur gemeinsamen Pressemitteilung...)

Eine überwältigende Mehrheit von über 65 Prozent der Wähler*innen stimmte für den Erhalt des 70 Hektar großen Staatswaldes als grüne Lunge der Stadt Weiden.

„Die Menschen wollen eine nachhaltige Stadtentwicklung und nicht noch mehr Flächenfraß. In Zeiten des Klimawandels können wir uns großflächige Rodungen von Wäldern nicht erlauben“, sagt der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. Der LBV freut sich über den großartigen Erfolg des örtlichen Bündnisses und dankt allen Aktiven für den Einsatz in den vergangenen Wochen. Der bayerische Naturschutzverband gehört dem Trägerkreis des Waldbündnis Weiden an.

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Der besonders geschütze Blaue Laufkäfer kommt im geplanten Gewerbegebiet vor
Der besonders geschütze Blaue Laufkäfer kommt im geplanten Gewerbegebiet vor

"Natur kann man nicht verschieben!" LBV-Pressemitteilung zu Gewerbegebiet Teublitz

01.10.2020 - Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) stemmt sich weiter vehement gegen das geplante Gewerbegebiet an der Autobahnausfahrt Teublitz. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung gab der LBV Mitte August eine umfangreiche Stellungnahme zu den Planungen ab. „Derartige Planungen müssen der Vergangenheit angehören. In Teublitz spielen der Erhalt der Natur und der Schutz des Klimas offenbar keine Rolle. Das ist angesichts der dramatischen Entwicklungen unserer Zeit ein schlimmes Signal über die Region hinaus“ sagt Christoph Bauer, Leiter der LBV-Bezirksgeschäftsstelle.

Der LBV kritisiert den drohenden Verlust von 20 Hektar Wald, in dem viele geschützte Tiere leben. Mit eigenen Erhebungen haben LBV-Mitarbeiter z. B. Bergmolche, Waldeidechsen, Waldschnepfen und geschützte Laufkäfer nachgewiesen, und dies den Planern und Behörden gemeldet. „Viele dieser Arten belegen den hohen naturschutzfachlichen Wert dieses Waldes, und dass es eben kein 08/15-Wald ist, wie oft behauptet wird“ sagt Dr. Christian Stierstorfer, Waldreferent des LBV.

Hier geht es zur vollständigen Presseinformation und zur

Stellungnahme des LBV im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung (August 2020)

Trasse der geplanten Straße bei Mantel
Trasse der geplanten Straße bei Mantel

LBV klagt gegen Neubau der Kreisstraße NEW21 bei Mantel

Hilpoltstein, 24.06.2020 – Der LBV hat Klage gegen den Neubau der Kreisstraße NEW21 im oberpfälzischen Markt Mantel beim Verwaltungsgericht Regensburg eingereicht.

Mitte Mai 2020 hatte die Regierung der Oberpfalz den Planfeststellungsbescheid für den Bau der Ortsumgehung Mantel erlassen. Die knapp 840 Meter lange Trasse durchschneidet das europäische Naturschutzgebiet Haidenaab-Aue. Im Bereich der geplanten Straße befinden sich auch Vorkommen des streng geschützten Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings, einer in Bayern besonders seltenen Schmetterlingsart. „Der Bescheid für den Bau der Ortsumgehung Mantel weist erhebliche naturschutzfachliche Mängel auf“, begründet Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV die Klage seines Verbands. „So wurde die von den Naturschutzbehörden geforderte Prüfung zu Auswirkungen der Trasse auf die Vorkommen des Ameisenbläulings nicht vorgenommen."

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Gewerbegebiet im Staatswald bei Teublitz. Katatstrophales Signal: 20 Hektar totale Vernichtung

23.04.2020 - Dürre seit Wochen, die Wälder sind in ernsthafter Gefahr, so die einhellige Meinung bei Experten. Nur noch wenige Wälder mit guter Wasserversorgung sind derzeit intakt, z. B. am Fuße des Schwarzen Berges bei Teublitz (Landkreis Schwandorf). Quellaustritte und kleine Wasserläufe versorgen diesen Wald mit ausreichend Lebenselixier, selbst in trockenen Jahren.

Genau dieser Wald soll nun in ein Gewerbegebiet umgewandelt werden, mit anderen Worten: 20 Hektar totale Vernichtung.

Dazu hat der Landesbund für Vogelschutz (LBV) bereits umfangreiche Stellungnahmen verfasst, siehe „Flächenfraß im Städtedreieck“ auf der Seite https://schwandorf.lbv.de/berichte-und-informationen.html. Der sogenannte „Ferienausschuss“ des Teublitzer Stadtrates beschloss am gestrigen Mittwoch (22.04.2020) die „Billigung der Planunterlagen für die öffentliche Auslegung“ für dieses Gewerbegebiet.

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Fortschreibung des Regionalplans. Städtedreieck will ökologischen Vorrang streichen lassen

04.02.2020 - Derzeit wird der Regionalplan Oberpfalz-Nord fortgeschrieben. Bei dem geplanten Vorrang für ökologische Belange, nimmt das Städtedreieck eine knallharte Position ein: „Dieses Ziel ist ersatzlos zu streichen“ heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof und Teublitz. Der Planungsverband Oberpfalz Nord lehnt dies glücklicherweise ab.

Dass das Städtedreieck in Sachen Naturschutz und Ökologie alles andere als ein Musterschüler ist, zeigt sich in vielen zerstörerischen Projekten und Planungen (Umgehungsstraße durch die Teublitzer Weiher, Gewerbegebiet im Wald am Schwarzen Berg, und viele weitere Projekte).

Doch auch beim Regionalplan setzen sich Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof und Teublitz gegen den Schutz von Natur und Umwelt ein. In der 29. Änderung des Regionalplanes Oberpfalz Nord für das Kapitel „Allgemeine Entwicklung, Raumstruktur und Zentrale Orte“ wird ein Ziel des Landesentwicklungsprogrammes umgesetzt. Darin heißt es: „Bei Konflikten zwischen Raumnutzungsansprüchen und ökologischer Belastbarkeit ist den ökologischen Belangen Vorrang einzuräumen, wenn eine wesentliche und langfristige Beeinträchtigung der natürlichen Lebensgrundlagen droht.“

In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern die Gemeinden im so genannten Städtedreieck: „Dieses Ziel ist ersatzlos zu streichen“.

„Als ich das gelesen habe, konnte ich es kaum fassen“, sagt Christoph Bauer, Leiter der LBV-Bezirksgeschäftsstelle Oberpfalz.

Er beschäftigte sich in den vergangenen Wochen mit der Fortschreibung des Regionalplanes zu den Kapiteln Bodenschätze und Siedlungsstruktur, die bis vor kurzem öffentlich auslag. Dabei studierte er auch die Stellungnahmen von Behörden, Verbänden und Kommunen, in der es u. a. um Ökologie und Naturschutz geht.

Hintergrund für die knallharte Forderung des Städtedreiecks ist, dass man offenbar Angst um die Verwirklichung der Umgehungsstraße hat, sollten ökologische Belange in Zukunft Vorrang haben. Mit Verweis auf das „laufende Raumordnungsverfahren“ drohen die drei Städte sogar „gegen diesen Passus Rechtsmittel einzulegen“.

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BN und LBV kritisieren geplantes Baugebiet Sulzbach-Ost: „Landschaftsschutzgebiet im Otterbachtal erhalten, vorhandene Flächen im Ort nutzen!“

27.11.2019 - Am kommenden Montag, 02. Dezember, soll der Umweltausschuss des Kreistags den Weg frei machen für das geplante Baugebiet östlich von Sulzbach an der Donau. Die Kommunalpolitiker entscheiden darüber, ob wieder einmal Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet Regensburg genommen werden sollen.

Noch bevor der Kreistag überhaupt einen Beschluss fassen konnte, hat die Marktgemeinde Donaustauf bereits mit der Auslegung des Bebauungsplanes begonnen. Die Öffentlichkeit hat bis 30. Dezember die Möglichkeit, die Pläne einzusehen und Stellung zu beziehen (http://www.donaustauf.de/aktuelles/alle-meldungen/bebauungsplan-sulzbach-ost/).

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Bund Naturschutz (BN) lehnen eine Bebauung ins Otterbachtal hinein entscheiden ab. „Das ist ein völlig falsches Signal der Kommunalpolitik. Der Flächenfraß und die Zersiedelung im Landkreis nehmen immer weiter zu“, sagt Christoph Bauer, Bezirksgeschäftsführer des LBV in der Oberpfalz.

„Die Region braucht endlich einen Entwicklungsplan für Mobilität, Siedlungsentwicklung, Umwelt und Natur; sozusagen einen ´Zukunftsplan´. Dieser ist dringend notwendig und sollte mit breiter bürgerschaftlicher Beteiligung entstehen“, so Raimund Schoberer, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Regensburg.

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Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung vom 30.11.2019...